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Wahre und mit unwidersprechlich-Evangelischen Gründen Behauptete Lehr, Von der Nothwendigkeit dess Heiligen Tauffs : bey welcher zumal alles das widerlegt, was neulich in einer also-genandten Schrifftmässigen Verthätigung von einem Reformirten Doctore den Römisch-Catholischen opponirt, und entgegen gesetzt worden
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Auff disen Bericht hin/ thut der Widersacher bekennen 7 daß dieKinder nit eben darumb/daß sie gläubige Eltern haben/ heilig seyendseine Wort ftynd blum.r r. Verstehe aber heilig von Namr/ son-dern von der die Aamr heiligenden Gnade Gottes vnd heilig wenigist beyallen vnd jeden nicht eben grad durch eine von dem Geist GOnes einge-pflanzte Heiligkeit/rc. Sihest da / wie der Widersacher der Wachestbeypflichten thut/ vnd die vorgehabte Meinung fallen laßt; dann ersagt da nit (was in der gründlichen Vntei Weisung von ihme gesagtworden/) daß die Kinder von gläubigen Eitern gebohrm/ Recht ha-ben zudem ewigen Leben / sondern zu der eufferlichen Gcmeinschafft derKirchen Gottes / weilen sie wenigst als von gläubigen Eltern gebohrm/zu der eufferlichen Gemeinschafft der Kirchen Gottes eine gültige Ansprachhaben. Er sagt nit/ sie seyen vor Gott gerechtfertiget vnd heilig/ son-dern vor den Menschen / vnd von . den Menschen als Bundsgenoffmangesehen werden. Sagt nit/es seye gewiß vnd sicher/daß die Kin-der/ welche vngetaufft sterben / seelig vnd zu Ver ewigen Freud ausge-nommen werden / sondern allein es seye darfür zu halten/ man könn«

nach ihrem frühzeitigen Tode/ Trost vnd Hoffnung haben.

Wann dann dergleichen Kinder vor dem Tauff nie wachafftt'g/nit vor Gott/ nit zu dem ewigen Leben/nic gewiß vnd vnfthlbar geheilt,get werden / warumben Muffen wir diselben nit / vnd versichern siedeß ewigen Lebens / nit allein vor den Menschen / sondern auch vorGott? wolle Gott/daß man sich endlichen der Worten Christi er-innern wurde bey Joh. 18. Ich bin darzu gebohrcn/ vndderhalben aufdie Welt kommen/daß ich der Warhcit Zeugnuß gebe.

Du würdest fragen /wie seynd dann zu verstehen jene Work deßHeil. Pauli r. Corinth. 7. Der vnglaubige Mann ist gcheiligeedurch das glaubige Weib/ vnd das vngläubige Wcrb ist gcheiliget vondem gläubigen Mann / sonsten wären euer« Kinder vnrein / nun aberseynd sie heilig.

Antwort. Gewiß hat es den Verstand nit/daß die Kinder hei-lig/ vnd von den Sünden gereiniget seyen / dieweüen sie von gläubi-gen Eltern gebühren seynd; dann neben deme/daß solches gantz vn-gereimbt wäre / wie man hicbevor haiter an Tag gegeben/ so folgeteauch/wann ein Gläubiger ein Vnglaubige/zum Exempel/ein Christein Türckin heyrachen solle/es erfolgte/ sage ich /daß ein solche Tür-ckin gleich aufbeschehenen Heyrach gläubkg vnd heilig wurde; dannwie von den Kindern/ also auch von denen vngläubigen Weibern hat

,K 2 Sanck