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Wahre und mit unwidersprechlich-Evangelischen Gründen Behauptete Lehr, Von der Nothwendigkeit dess Heiligen Tauffs : bey welcher zumal alles das widerlegt, was neulich in einer also-genandten Schrifftmässigen Verthätigung von einem Reformirten Doctore den Römisch-Catholischen opponirt, und entgegen gesetzt worden
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Ivatt/welches nit herflieffettaus denen Verdiensten Christi/daswür«de gewiß seiner Erlösung vnd Würde benehmen; weilen aber darin»nichts ist/wasnit von Christo herkombk/so benimbt es nichts /.son-dern vermehrt vil ehender sein vnendliche Güte vnd Weißheit: Gleich,»vie der Sonnen nichts benimbt/daß sie ihr Liecht so vil tausend Ster«rien mittheilt/ so nimbt es auch nichts der Allmacht/ der Zier/ vnd derGüte Gottes / daß sie auch denen geringsten Geschöpffen etwas vonseinem Gewalt/ Güte vnd Zierd mitgetheilt hat; solche Ding seyndkein Nachtheil/sondern ein Zeugnuß der Göttlichen Krafft: Eben dise-solle mgn sagen von dem Taust/ vnd anderen Sakramenten.

XV.

Deß Widersachers eilffker Einwnrffdgum. u. wird aus denWorten «öt.^auUi.ad Corinth.7. 14. genommen: DervnglanbtgMann ist geheiligek/durch das gläubig Weib/ vnd das vnglanbig Weib geheiliget von dem gläubigen Mann / sonsten waren enere Kinder vn-rein/ nun aber seynd sie heilig. Welche Wort zuversiehn seynd 1 nichtzwar von der Gnad/die von dem Heil. Geist eingegoffen ist/sondernwenigst weilen die Kinder von den vnglaubigen Eltern gebohren/Rechthaben zu dereusserlichen Gemeinschafft der Kirchen Gottes/also daßdieselben vor den Menschen gleichsam als Verbündtete mit Gott ge.ha ten werden/vnd dahero man nach ihrem vtizeiligen Todt ein Trost/vnd etwelche Hoffnung ihrer Seeligkeit machen kan.

Antwort. Da muß der Widersacher der Warheit die Ehr ge«ben/vnd wie es einem Christlich, vnd aufrichtigem Gemüth ziemet/derselbigen Beyfall geben; dann in der gründlichen VnterweisungNam.y. gegen dem End/hat er gelehrt /die Kinder der Gläubigenseyen auch Kinder GOtces / vnd Erben deß ewigen Lebens / dieweilenSk.Paul sage/sdCorimh. 7. Enere (der Gläubigen) Kinder seyndheilig. Nachdem aber der Gegentheil von der Cacholischm Vnter-richkunq berichtet worden/daß dise Wort deß Heil. Paulintt könnenanst solche Weiß verstanden werden / sonsten aus deme/daß einer ausglätibigen Eltern gcbohrcn/ heilig/vnd ein Erb deß Lebens wäre/folgete daßder Efaii/Absolon/ InoaS/ ja alle Indcn seclig / vnd Erben der H,mme,lischcn Glori gewesen waren/ dieweilen alle aus gläubigen vnd HeiligenEltern gcbohrcn seynd/vnd die einmal erworbene Heiligkeit nach Lehr derRefornurken/ntt mehr verlieren/vnd welche einmal gei echtferligek seynd/nit mehr verdami'k werden können.