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Verzeichniss der Handschriften der Stiftsbibliothek von St.Gallen / herausgegeben auf Veranstaltung und mit Unterstützung des Kath. Administrationsrathes des Kantons St. Gallen
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CODEX 20 21.

30. Pgm. 2° (31 u. 23V2 C.) s. IX. in.; 362 Seiten von Einer Hand auf stärkstemPergamente. Sehr gebrauchter Codex, wovon 13 fehlende Blätter im XII. Jh.neu ergänzt worden sind.

1) S. 1: Die vier Evangelisten roh gemalt und halb verwischt,jünger als der Codex. S. 2 (von der Hand des Schreibers der ganzenHs.) ein Fragment über Psalmenmusik, defekt zuAnfang und Ende.

2) S. 3327: Psalterium.

3) S. 327: Sechs Verse*) des Schreibers ' VV 0 1 fc 0 zeines Kalli-graphen, von dessen Hand vielleicht auch Urkunden übrig sind (vgl.Urkundenbuch I, p. 221 Anm.).

4) S. 328 360: Zehn Cantica prophet., das Pater noster, Credo(in deum patrem p. 349), Symbolum (Quicunque p. 350), Te deum,Gloria in excelsis und eine Litanei.

S. 357 das (noch öfter vorkommende) Horologium d. h. dieBestimmung der kanonischen Stunden oder Horen durch das ganzeJahr nach der in Fussen angegebenen Grösse des menschlichenSchattens. Ein solches Horologium aus Ottobeuren ist ahgedr.bei Gerbert Iter Alem. p. 156 59 Ed. 2 nebst der Tabelle ausBeda de mensura horologii.

5) S. 361 362 (von derselben Hand): Fünf Hymnen ohne Neu-men der letzte unvollständig.

Die Initialen des Codex erinnern noch an die brodirten undFisch - Buchstaben der longobardischen Hss. des VIII. Jh. N° 348,350 und 731. Vgl. die zwei Umrisse bei Rahn Gesch. I, p. 131 .und ebenda p. 130 über das Gemälde.

21 . Pgm. 2° (31 u. 24 C.) s. XII.; 578 Seiten mit 2 Bildern S. 4 und 5 und einerInitiale S. 8; der lateinische Text in rother, die altdeutsche Uebersetzung inschwarzer Schrift.

1) S. 8 540: 'Incipit translatio barbarica psalterii Notkeri tertii.Beatus vir etc.

' 2) S. 540 574: Cantica prophetarum, Pater n. (S. 563), Symbola

(S. 565 ff.) etc. Das altdeutsche Vater unser und Glaubensbekenntnis

*) Psalterium hoc domino semper sancire curavi,Wolfcoz sic supplex nomine qui vocitor.

Obtestor modo praesentes omnesque futuros:

Hoc minime hinc tollant sed stabile hic maneat.Pro me funde preces, lector, deposce tonantem,Ut mihi det vitam sic tibi perpetuam.