Buch 
Verzeichniss der Handschriften der Stiftsbibliothek von St.Gallen / herausgegeben auf Veranstaltung und mit Unterstützung des Kath. Administrationsrathes des Kantons St. Gallen
Entstehung
Seite
473
JPEG-Download
 

CODEX 14001401.

473

20) S 193 206: Sieben Grossfolio - Bll. saec. XII aus einem

Lectionarium.

21) S. 207230: Zwölf Blätter in Fol. aus andern Lectionarien,in runder und eckiger Schrift.

22) S. 231_232: Fragment eines Zinsrodels v. J. 1551 in gross

Folio.

23) S. 233 34: Defektes Register eines theologischen Buchs.S. 235 36: Unleserliches Pergamentblatt.

Die Fragmente in Cod. 1393 1399 hat Vonarx schon in denJahren 1774 1781 nach seiner Einkleidung als Mönch und vorder Priesterweihe mit seinem Altersgenossen N. Hauntinger auf-gefunden; ihr Lehrer im diplomatischen Fach war der damaligeBibliothekar M. Hungerblikler, dessen Nachfolger in diesem AmteHauntinger (von 1780 1823 f) ward, während Vonarx abwech-selnd Pfarrstellen und das Archiv besorgte. Noch bei HauntingersLebzeiten (1822) sammelte dann Vonarx die Fragmente in eineReihe von Bänden, tilgte Anmerkungen bei und widmete dasganze Werk dem Jugendfreund. Erst im Jahr 1824 übernahmer selbst die Bibliothekarstelle, nachdem er schon vorher öfterHauntinger darin vertreten hatte.

1400. 1401. Papier 2° v. J. 1759; 602 und 541 Seiten, geschrieben von P.Pius Kolb.

'Bibliotheca manuscripta monasterii S. Galli registrata ... a P. PioKolb 1759.

Reinschrift von Kolbs Hand aus dem Concept No. 1281 und1282; druckfertig, aber nicht zum Druck gelangt; siehe WeidmannGesch. p. 226 36 und 355 57. Band I enthält, nebst einerPraefatio von 50 Seiten über Geschichte und Einrichtung derBibliothek, den Katalog der ersten 6 Klassen, Band II die ClassisVUXV. In diese Ordnung hatte Kolb die Sammlung nacheignem Fachsystem gebracht (Weidmann p. 229) und dadurch ihreBrauchbarkeit erhöht, da bei der unvollkommnen SchenkschenKlassifikation manche bedeutende Schrift sich der Beachtung ent-ziehen musste. Der von Kolb eingeführten jetzt ungültig gewordenenSignatur ist in seinem Katalog die gegenwärtige Codexnummervon späterer Hand beigeschrieben. Jeder Band desselben hat einRegister, worin jedoch manche Handschriften fehlen, da sie Kolbnicht alle recensirt hat.