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Verzeichniss der Handschriften der Stiftsbibliothek von St.Gallen / herausgegeben auf Veranstaltung und mit Unterstützung des Kath. Administrationsrathes des Kantons St. Gallen
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CODEX 641643.

641. Papier 2° s. XVI; 326 Seiten. No. 19 u. 28 des Tschudyschen Nachlasses.

1) S. 5222 (ohne Ueberschrift):Kurtz vor unsern Ziten etc. bis:durch Rhetiam wider lierussgezogen (hierauf noch 5 lateinischeVerse). Tschudys eigenhändige Reinschrift von seiner JugendarbeitUber Rhätien, hsgg. von Glarean und S. Münster Basel 1538. 4° ine. lat. und e. deutschen Ausg., wiederholt Basel 1560. 4° und inSchards Scriptt. I, 519 (Ed. 1574); siehe Haller IV No. 167. Fuchs II,p. 57 64 No. 13. Das Kap. 36 der deutschen Ausg. auch in Wacker-nagels Lesebuch HI, 382.

2) S. 223326:So ich willens bin ze beschriben die Sachenetc. bis:Inen nie zuschriben wirdt. (Tschudys Entwurf einerSchweizerchronik von Divitiacus bis a° 1501, mit vielen durchstrichenenSeiten und ausgerissenen Blättern; his S. 255 von Helvetien überhaupt,dann von den 13 Orten im Einzelnen; zuerst S. 256 290 von Zürich,mit der fabelhaften Urgeschichte, der Legende von Felix und Regula(p. 264 74), der Stiftung sämtlicher Kirchen; dann von den Wald-stätten, von Basel (p. 310319) zuletzt (S. 320 25) von Freiburg.Siehe Fuchs II, p. 48 (No. 6). St. Gail. Mitth. I, p. 101. Kopien ausdieser Hs. ohne Tschudys Namen in Cod. 1210 p. 1 und im WienerStaatsarchiv (s. Böhm Die Hss. des k. k. Archivs [1873] p. 234 No. 739).

642. Papier 2 0 s. XVI; 199 Blätter, ohne Namen des Kopisten.Bullingers Historie von der Reformation der Kirche Zürich.

643. Papier 2° s. XV; 260 Seiten von Einer Hand.

1) S. 1 89: Boners Fabeln mit 80 Federzeichnungen im Text(Hs. dritter Klasse oder 84-Fabelnhs. mit zahlreichen Defekten; vor-handen sind: Fabel IX v. 2849; XH; IV; VHI v. 36 46; X; XI;XIII XIIII und XXVIIXCVI (vgl. Pfeiffers Ausg. Lpz. 1844. 8°).

2) S. 89128: Ein Spruch, ahgedruckt in Mones Anzeiger 1836p. 194 195. Folgen 22 weitere Fabeln und Erzählungen , vermuth-lich ebenfalls von einem Schweizerdichter, da die 19te eine zu Bruggim Kanton Aargau gestohlene Hostie betrifft. No. 12 ist abgedrucktim Anzeiger 1836 p. 192194 (von Lassberg).

3) S. 131 157 (gleiche Hand): Alte Zürcherchronik von 1313bis 1433 und nach einer leeren Seite (158) andere Schweizer Geschichtenvon a° 14601477 (S. 159 201). Letzte Worte:daz sy nit zumkung noch zu den burgunner solten züchen. Aus Tschudys Besitz, mitdessen Randnoten und (S. 258 59)alphahet. Verzeichniss des beiSempach gefallenen Adels (s. St. Galler Mitth. I, p. 104. G. v. Wyss