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durch Vollmacht aus Konstanz vom 10. Sept. 1477 zu seinemProkurator am römischen Hof und er reist dahin mit Empfehlungs-briefen aus S. Gallen, 11. September 1477 an Ascanius Herrn von 'Pavia. In Rom lebt er als Kaplan und beständiger Commensaldes Cardinais Oliverius, Bischofs von Sabina, laut Brief diesesletztem Rom 17. Juni 1478. Nach Hause zurtickgekehrt stellt ihnAbt Ulrich an die Spitze seiner neu errichteten Klosterschule, derPabst gibt ihm 1480 die Pfründe von S. Fiden und ertheilt ihm
1481 17. Nov., nachdem er vom Abt das Predigtamt am Münstererhalten, das Privilegium zwei oder drei geistliche oder klöster-liche Pfründen zu kumuliren (Stiplin I, p. 205). Später finden wirden Dr. Bischof als Pfarrer in Berg (1488), Bernang (1489), Lütis-burg (1491); fortwährend wird er daneben zu Missionen verwendet,
1482 nach Frankreich, 1485 von Bgm. und Rath der Stadt Ulmnach Rom (Missiv Ulm 23. Febr. 1485) und noch 1494 vom AbtGothart an das k. Kammergericht in einem Rechtshandel gegenRafael Vetschetti von Florenz (Vollmacht S. Gallen 22. Okt. 1494).Joh. Bischof starb am 25. April 1495 und wurde in St. Gallenbegraben.
739. Papier 2 ° s. XV; 600 Seiten, geschrieben von Joh. Bischof u. A. (a° 1474pag, 463).
Collectanea juris canonici. (Dabei eine praelectio des Joh. GrassiJC. Mediol., von dem auch Hss. bei Bluhme Bibi. msc. ital. Gotting.1834 p. 100 und 116 genannt sind. Von einem ältern Joh. Ant.de Grassis a° 1428 scheinen die Vorlesungen der Genfer Bibliothekzu stammen Seuebier Catal. p. 202).
740 . Papier 2 ° s. XV; 479 (478) Seiten, zweispaltig in guter Schrift von Einer Hand.
Commentarius Anonymi in librum tertium Decretalium.
741 . Papier 2° maj. s. XV; 33G Seiten, zweispaltig, in sauberer Schrift. Defektvon l 1 ,/* Bll. zu Anfang.
'Commentum libri quarti Decretalium secundum Franc, de Zaba-rellis’ (gedruckt 1481 u. ö. vgl. Philipps Kirch. R. IV, 335).
742 . Pgm. 2° inaj. (46 und 29 C.) s. XIV; 594 Seiten, zweispaltig zu 40 — 43Zeilen Textschrift mit vergoldeten Initialen und rothen oder blauen Anfangs-buchstaben im Text und Commentar. Am Ende von je 10 Blättern ein Custos,aber keine Signatur.
Decretalium Gregorii IX Compilatio (5 Bücher, mit der Glosse vonderselben Hand auf den vier Rändern und vielen weitern Bei-
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