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Verzeichniss der Handschriften der Stiftsbibliothek von St.Gallen / herausgegeben auf Veranstaltung und mit Unterstützung des Kath. Administrationsrathes des Kantons St. Gallen
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CODEX 857.

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wollte) mitten in einem Hatz; der Rest ist durch den Schnittweggefallen.

4) S. 452 558: Karl der Grosse von dem Striker. (NeuerQuaternio mit grösserer Initiale, ohne Ueberschrift. Nach dem Schlussdes Gedichts S. 558 noch der Anfang einer Umschreibung der X Geboteauf 6 Zeilen.)

Anzahl der Linien 55 57, mit Dinte und ebenso unregelmässiggezogen wie im Nibelungenlied. Die Schrift ist bis S. 455 Col. 2die gleiche wie in der Klage, dann schärfer und ebenmässigerdurch das ganze Gedicht. Grössere Anfangsbuchstaben in Farbenund Gold nur drei S. 452, 521 und 541.

Das Gedicht ist aus dieser und einer Vadianschen Handschrifthsgg. von K. llartsch Quedlinburg 1857. 8°; früher im zweitenBand von Schilters Thesaurus.

5) S. 559 und 560 leer. S. 561691: Willehalm von Wolframvon Eschenbach. (Der erste Buchstabe A ist die grösste Initiale imganzen Band, 10 C. hoch und 6 breit, buntes Blätterornament mitGold eingefasst und durchzogen.)

Die Zahl der Linien ist 54 wie im Parcival, sie sind wie dortmit Blei, nicht mit Dinte gezogen und die Schrift ist eben soschön, nur etwas grösser. Die Initialen erscheinen hier mit meh-rerem Aufwand als in den übrigen Theilen des Codex gemalt; aufdie erste folgen noch 12 ähnliche von nicht viel geringemUmfang; diejenige auf S. 639 enthält ein ziemlich grosses Gemälde.Neben dem Anfangsbuchstaben stehn jedesmal die Worte, zu denener gehört, in zollhohen rothen oder blauen Majuskeln auf dreiLinien. Von den am Ende S. 691 in anderer Schrift noch bei-getügten 17 Versen ist die unterste Zeile wieder durch den Schnittweggefallen.

Abdruck des Gedichts aus der St. Gallerhs. von LachmannBerlin 1833 p. 421 638; früher aus einer Kasselerhs. hsgg. vonCasparson 1782 und 84. 4°.

6) S. 692 leer. S. 693 (1 1 / 2 Spalten von anderer Hand):Schultih gotes hohiu w( u)nder werh etc. bis: daz alle creature sintdem menschen undertan (78 Verse).

Es ist ein Fragment des Spruchs auf Maria von MeisterFriedrich von Suonenburg, einem Tyroler, der vor 1253dichtete und vor 1287 starb. Aus der Pariserhs. der Minnesängerabgedr. in Bodmers Maness. Cod. 11, p. 212 und seither öfter.