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Verzeichniss der Handschriften der Stiftsbibliothek von St.Gallen / herausgegeben auf Veranstaltung und mit Unterstützung des Kath. Administrationsrathes des Kantons St. Gallen
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CODEX 869.

S. 54 73 der Ars poetica (die also, wie in den Hss., auf dieOden, nicht auf die Episteln folgt). S. 88133: Die zwei BücherEpisteln, vollständig, worauf S. 133- 140 die Ars poetica noch-mals auftritt. S. 140193: Sermones, zwei Bücher, eben-falls vollständig. Am Ende:Expliciunt colosse (sic) SermonumHoracii diuinitus. Der Text der Gedichte ist überall blos durchzwei Anfangsworte in Majuskeln mitten in den Zeilen des Com-mentars angezeigt. Letzterer enthält keine antiken Scholien.Vgl. Orelli Epist. ad Madvig. p. L1I1 LV, wo einige Auszügegegeben sind.

3) S. 194 201: Ein anderer von Anfang defekter Commentar

über Satyren eines unbenannten Verfassers (mit 2 Rubriken:III Satyra

IUI Satyra).

4) S. 202: Bruchstück theologischen Inhalts.

869 . Pgm. 4° min. (16V a und 13 C.); 261 (260) Seiten zu 17 Zeilen in zierlicherSchrift von Einer Hand; die erste Zeile jedes Gedichts in Uncialen. Signaturvon I XVHII.

Carmina Walafridi Strabonis (114 Stücke; vollständig, jedochnicht, ohne einige Versehen, abgedr. aus dieser Hs. bei Canis. VI,p. 537 670 mit einem Register (S. 542 545). Alles dies auchin Bibi. PP. max. XV. Die Versus in Aquisgrani palatio, p. 143bis 169 Cod., in Ilaupts Zeitschr. XII, p. 461 469. (Vgl. Bockim Jahrb. d. Rheinl. V, p. 3 und 161170.)

Cod. 869 ist von Einer Hand; allein es sind von einer zweiten,deren Einträge an den mangelnden Anfangsbuchstaben, sowiedurch Feder und Dinte kenntlich sind, nach der Minirung desGanzen noch 5 Stücke beigeschrieben, die also dem Walafridfremd sein können, nämlich p. 126 (Inter convivas residens,20 Verse; bei Canis. VI, 603 als Theil des vorausgehenden Gedichtsan Grimalt de morte Wettini abgedr.); p. 142:De Maria virgine(Sit dominus tecum Canis. VI, 612); p. 155:de S. Gallo (Vepri-bus offensus Canis. VI, 619); p. 156:Carmen Bedae de psalmo122 (Laudate altithronum Canis. VI, 619 und dazu wieder 3 abge-sonderte Verse am Schluss) und p. 257:Aliud (Hartperto superisepto Canis. VI, 668). Auch die kleinen Epigramme p. 195 bis196 (Bibi. PP. XV, p. 228), die nochmals im Cod. 899 p. 130 bis131 vorhanden sind, könnten, obgleich von der Hand des Schrei-bers von No. 869 selbst, aus einer anderen Quelle als Walafridherstammen.