CODEX 904.
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‘siderea polus.’ Doppelt kopivt sind Kap. 1 und 2 des achten Buchs;S. 294 ist eine halbe Seite über das Pronomen zwischen Ende undSchlussformel des XL Buchs eingeschoben. Von anderer gleichzeitigerHand eines Korrektors sind manche im Text ausgefallene Worte zwi-schen den Zeilen ergänzt und öftere Randglossen besonders zu Anfangdes Bandes beigeschrieben. Neueste Ausg. von Hertz in Keil’s Gramm,lat. Vol. II und III. Der Prisciancodex (libri XVI) des Stiftskatalogs728 pag. 20 von der ersten Hand muss ein anderer als No. 903gewesen sein. *)
1104 . Pgm. 2° maj. (39 und 29 C.) s. VIII; 249 Seiten (vielmehr 240, weil diePaginirung von 78 auf 88 überspringt) zu 42 Zeilen in zwei Spalten, mitdunkelbrauner, oft ganz schwarzer Dinte, schwarzen Initialen und rothenRubriken auf dickem, starrem, grauem Pergament voll ausgeflickter Löcherund durch Fettflecke verunreinigt. Signatur ‘Q. I’ bis ‘Q. XV’ (p. 10—249).Am Ende unvollständig.
Prisciani grammatica.
S. 1 (Rubrum): ‘ Institutio Prisciani de arte incipit grammatica. —Priscianus Cesareus grammaticus Juliano consuli ’ etc. S. 2: Registerliber 18 Bücher, worin aber die zwei letzten zusammen nur EinenTitel haben: ‘De constructione sive ordinatione partium orationis interse.’ S. 3 Anfang des Texts: ‘Philosophi diffiniunt vocem’ etc. EndeS. 249 Coi. 2 unten: ‘secundis adjungitur verborum personis. Cumproprius sit naturaliter’ — also mitten in einem Satze von Buch XVIIcap. 10 vgl. Ed. Krehl IT, p. 43 Zeile 5 von unten. Diese letzte Zeileist wie noch viele andere, zumal am Fuss der Seiten, bis zur Unles-barkeit abgekürzt.
Der Text ist in grosser irischer Cursiv von vier oder fünfSchreibern geschrieben, deren zwei: Calvus Patricii (S. 157) undDonngus (S. 207) sich selbst nennen; die vielen Lücken habendrei Korrektoren ergänzt; die irischen Glossen stammen ebenfallsvon dreifacher Hand. Einige Worte in irischer Runen- oder sogen.Ogham- Schrift p. 70, 170, 193, 194, 196, 204 sind abgedrucktin Nigra’s Reliquie celtiche Firenze 1872. 4° p. 15 —17. In
*) Die k. Bibliothek in Brüssel erwarb im J. 1843 einen Priscian in 16 Büchernmit der hebräischen Inschrift: ‘David — der Herr behüte ihn — St. Gallen 5213(also im J. Chr. 1453). Gott behüte mich!’ Sollte der damalige Abt Caspar, einVerschwender ohne Gleichen und notorischer Bücherverschlepper, den Codex anJuden verkauft haben? Reiffenberg im Annuaire meint jedoch, das im byzantini-schen Styl ausgeführte Buch sei wahrscheinlich von griechischen Flüchtlingen anschweizerische Juden verkauft.