340
CODEX 916.
letzten Theil. S. 17 —157 : Der Text der Benediktinerregel in 73 Kapi-teln. S. 157 —158: ‘Equidem b. Pater Benedictus etc. — bis: subterinserta nectuntur.’ (Am obern Rande von S. 158 das Wort ‘probatio.’Nach Mabillon Vet. Anal, steht diese Probatio in einer jtingern Augs-burgerhs. v. J. 1510 vor dem Pönitentiale des Columban, welchesletztere somit auch im Cod. 916 gefolgt sein wird, als die Hs. nochvollständig war; es würde demnach zwischen S. 158 und 159 ein Qua-temio fehlen.) S. 159 Schlussschrift zur Benediktinerregel in bunten Buch-staben: ‘— qui secuntur eam. Explicit regula sci Benedicti abbatis.’
Ueber den lateinischen Text siehe Mabillon Anal. vet. IV, 634;Annales I, 143 und 330; und Steinmeyer in Haupt’s ZeitschriftXVII p. 431, wo von p. 433 — 440 die ursprünglichen Lesartendes lat. Texts wiederhergestellt und p. 440 — 418 die Correkturenjungem Datums gesammelt sind. Ersterer scheint nur von EinerHand, letztere sowie die Rubriken von mehrern geschrieben. Die' deutschen Glossen wurden nach Steinmeyer von wenigstens dreiSchreibern abwechselnd eingetragen. (Vgl. p. 48 und 52 Codicis.)Sie bilden bis p. 48 eine fortlaufende Uebersetzung, kommen dannnur noch vereinzelt vor und fehlen ganz für Kap. 68-—73. Vgl.Steinmeyer in Haupt’s Zeitschrift XVI p. 131 —141 und XVIIp. 432—33. Aeltester Abdruck bei Goldast Scriptt. II, p. 94 bis122 (Ed. 1), aus einer ‘vetustissima membrana, quae S. Galli inbibliotheca S. Magni asservatur’ (ibid. p. 13), dann von Schilterim Thesaurus I, endlich und am besten von Hattemer Denkm. I,26 — 130, mit Einl. 17—25. Der Sckriftzug ist weit abgerundeterund der Text viel korrekter als im keronischen Wörterbuch Cod.911 und deutet auf das angehende IX. Jh.
*2) S. 159 —166: ‘Incipit homelia sei Agustini de die iudicii’ (Opp.V, 2 Append. p. 415 Ed. Venet.) und S. 162: ‘Dicta sci Agustini’ (Can-ticum psalmorum etc.).
3) S. 166 —169: ‘Quando volueris confessionem facere’ etc.(‘Othmarus ad discipidos’ laut jüngerer Beischrift am Rande). Gedr.bei Canis. V, 2 p. 896 und Wasserschieben Bussordn. p. 437; dazup. 60. Verwandt ist die Würzburger Beichtejbei Mltllenhoff und SchererDenkm. p. 186 vgl. 490—92.
4) S. 171—172: ‘Cotidiana oracio Ego dixi domine miserere meietc. —- bis: fac o domine prosperare’ (von jüngerer Hand auf einembeigehefteten Pergamentblatt).
Der JVerfassemame Kero geht auf J. Metzler (f 1639) zurückund die Stelle seiner handschriftlichen Chronik (Cod. 1408 p. 122)