CODEX 969 — 970.
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909. Papier 4° min. XV; 222 Seiten von Mehrern. Am Ende defekt.
1) S. 3— 6: ‘Disi weit wirt lins bezeichnot hie’ etc. — bis: 'wennder lib mus sin der wurmen tail. ’ (Gereimter Dialog zwischen einemsterbenden Menschen und Gott, in 21 Absätzen. Auch in Wien sieheHoffmann v. F. Verzeichniss S. 189.)
2) S. 7 — 33: ‘Hie nach volgent die sunnentag’ (vier Predigten;in der ersten S. 8 —12 von den zwölf Meistern in Paris).
3) S. 33 — 46: Mariengrüsse und andere Gebete oder Exempel inProsa. Dazwischen S. 40: Reimsprüche des Seneca, Aristoteles, Moses,Jeremias (jeder zu 2 Zeilen).
4) S. 47 — 51: ‘Dis 1er solt du haben wenn du siest bi den sie-chen. ’ (Die Fragen an den Kranken sind die des G e r s o n, nicht desAnselm.)
5) S. 69 —105: ‘Ain Graf was zu Palastin’ etc. (Legende vomh. Georg.)
6) S. 106 —116: ‘Dis buchlin lert alle gaischlich personen ... sosüllent sy kain eigenschafft haben.’ (Von den drei Mönchsgeltibden.)
7) S. 116 —129: Acht Fabeln, in sauberer Schrift, mit abgesetztenVersen. Es sind die 8 ersten Fabeln (No. 2, 3, 6, 7, 9, 12, 4 und 5)der Hss. dritter Klasse von *Boner’s Edelstein.
8) S. 131 — 215: ‘Dis Buch heist des tufels Buch mit dem ainsälgin schwöster besessen was’ etc. Am Ende: ‘so wirt si ledig unddas beschah.’ (Geschichte von der besessnen Nonne Agnes, wie inCod. 973 p. 225.) Dazwischen S. 208: ‘Item die X gebot’ (jedes miteinem scherzhaften Reimspruch, sogenanntes Quodlibet) und S. 209bis 210 Uber ‘das Wort ist Fleisch geworden.’ 1
9) S. 219 — 220: ‘Ain hüpscher sprach von Adam. Adam hubsich in ain lant’ etc. (38 Reimzeilen von Adam und seinem SohneSeth).
10) S. 220: ‘Nun sprich ich lieben frowen min’ etc. (52 Verse,die letzten unleserlich, am Ende abgebrochen. Gehört in ‘UnseresHerrn Zukunft’ a. d. Lat. des Alanus von Heinr. von Neuenstadtvgl. Gervinus Deutsche Lit. Gesch. II p. 155 Ed. 1.)
970 . Papier 4° s. XV; 319 Seiten, geschrieben von P. Cölner u. A. Defekt zu
Anfang und Ende.
1) S. 3 —12: Ein unvollständiger Traktat von den sechs Namendes Abendmahls. (Es ist derjenige des * Mönchs von Hailsbrunnein Cod. 1001.)