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codex 1005 — 1006.
7) S. 323 — 324: ‘Ain lerer spricht. Ain fridlich herz ist ainKloster’ etc.
1005. Papier 12° s. XV/XVI; 425 Seiten von Mehrern. (S. 281 ein Schreiber;
S. 425 eine Schreiberin.)
1) S. 1 — 236: ‘Hie hept sich an die usslegung des lidens . . .Christi, das ain maister zu präg also zu tiitsch hatt bracht. Diemarter . . Christi hept die h. geschrifft also an’ etc.
2) S. 237—266: Gebete von Elisabeth (von Schönau?) —
S. 268 — 281: ‘Dis ist Sant margar(e)ten legent.’ — S. 282—292:Gespräch eines Bruders, der zur ‘Kilwy’ geht, mit Jesus über die7 Säcklein (Tugenden), die jener bei sich führt. Der Rest sind Gebetein Reim und Prosa. ,
1006. Papier 12» v. J. 1516—1526; 762 Seiten von Mehrern, meist aber von
H. C. H. geschrieben, d. h. von Hans Conrad Haller Conv. S. Gail.
1) S. 13 — 30: Passionsgebete. — S. 31—32: ‘Owe hertzliebesKind owe' etc. (Rest eines geistlichen Spiels, gedr. in Mone’s Schausp.d. M. A. I p. 198). — S. 33 — 44: Ludus ascensionis, aus dieserHs. gedr. bei Mone a. a. 0. p. 251-—264. —- S. 45: Kleiner Rest eineskomischen Epilogs oder besondern Lustspiels (s. ebenda p. 264). Vor-her fehlt ein Blatt.
2) S. 46 — 65: ‘Bis gegrüsset iunckfrowe rieh. In minem ruffehöre mich’ etc. — ein Gebet an S. Dorothea in 12 Grüssen oder390 Versen, laut p. 61 vom J. 1430: ‘do ward gedichtet dis gediehtUnd us latin in düsche gericht.’ Es scheint ungedruckt zu sein.
3) S. 66 — 80: ‘Hie vor an einer winter zitt Beschach ain jemer-licher stritt’ etc. — bis: ‘Hilff uns us aller nott.’ (Es sind 305 abge-setzte Zeilen in 10 Abschnitten. Gegen Ende wird das Gedicht ‘der seileclag’ genannt; es ist vom Teich ne r und hs. auch in München Cgm.714, in Wien (Hoffmann Altd. Hss. in Wien p. 159) und in London(Bächtold Lond. Hss. p. 115).
4) S. 81 — 95: ‘Aller ding ein schöpffer mit gewalt Ich mane dichdz so manig falt’ etc. (Tagzeiten von Christi Leiden in nicht abge-setzten Reimzeilen).
5) S. 96 — 762: Verschiedene erbauliche Stücke in grosser Zahlz. B. S. 200—230: Anweisung den Rosenkranz zu beten ‘Hie nachstat der guldin rosenkrantz u. 1. fr.’ (S. 215: Der Engel Gabriel lehrteihn einer Nonne). S. 250 — 259: ‘Wilt du ain kostbars vingerlin habenan dem vinger diner sei so nim’ etc. (Die Edelsteine sind die Tugenden).