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Lehr- und Lesebuch für die Volksschule : 7. bis 9. Schuljahr (12. bis 15. Altersjahr) / von Ed. Schönenberger und B. Fritschi / Deutsche Sprache
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Und heut noch trinkt manch Hühnlein aus der Reuss,Wovon kein Basler Müller etwas weiss.

Augustin Keller,

57. Xiklaus TJmt.

Gen Sempach zog für Ostreichs MachtZofmgens Fähnlein in die Schlacht.

Das Fähnlein aber trug mit MutVoran der Schultheiss Xiklaus Thut.

Bald ward mit Schwert und HallebartIhr Harst um Leopold geschart.

Bald standen sie zum heissen StreitIn grünem Wiesengrund gereiht.

Bald brachte aus des Waldes XachtHer Feind die wilde Männerschlacht.

Bald schien dem Adel, festgekeilt,Glorreich schon gar der Sieg ereilt.

Da kam der Eidgenossen Heil,

Strut Winkelried, und brach den Keil,

Er sprang in Ostreichs Speerwald einUnd riss den Seinen Bahn darein.

Und wie ein Blitzschlag fuhr sogleichDer Tod ins Herz von Österreich,

Und Eich auf Eiche schlug er hin,

Kein Schild, kein Panzer hemmte ihn.

L T nd selbst der Herzog hochgemutSank sterbend in sein junges Blut.

Doch in des Kampfes höchster GlutStand immer noch der Schultheiss Thut.

Er stand als wie ein RiesenturmUnd hielt sein Fähnlein fest im Sturm.

Und um ihn, trotzend der Gefahr,

Stritt leugleich seine treue Schar.