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Höher hatte mir gegoltenSüdlicher Sirenenlaut.
Und nun irr’ ich in der FerneFreudenlos von Ort zu Ort,
Und vernahm’, ach wie so gerne,
Nur ein einzig deutsches Wort.
Manches regt sich mir im Innern,
Doch wie schaff ich hier ihm Luft?
All mein kindliches ErinnernFindet in mir seine Gruft.
Einsam schweif ich in die Felder,
Such’ ein Echo der Natur;
Aber Bäche, Winde, WälderRauschen fremd auf dieser Flur.
Unverstanden, unbeachtet,
Wie mein deutsches Lied verhallt,
Bleibt es, wann mein Busen schmachtet,
Und in bangem Sehnen wallt.
W. Schlegel.
20. 0 lieb’, so lang du lieben kannst!
0 lieb’, so lang du lieben kannst !
0 lieb’, so lang du lieben magst!
Die Stunde kommt’, die Stunde kommt,
Wo du an Gräbern stehst und klagst.
Und sorge, dass dein Herze glühtUnd Liebe hegt und Liebe trägt,
So lang ihm noch ein andres HerzIn Liebe warm entgegenschlägt.
Und wer dir seine Brust erschliesst,
D tu’ ihm, was du kannst, zu lieb,
Und mach’ ihm jede Stunde froh,
Und mach’ ihm keine Stunde trüb.
Und hüte deine Zunge wohl!
Bald ist ein böses Wort gesagt.