Auf seines Lebens erstem Gange,
Den es in Schlafes Arm beginnt;
Ihm ruhen noch im ZeitenschosseDie schwarzen und die heitern Lose;
Der Mutterliebe zarte SorgenBewachen seinen gold’nen Morgen —
Die Jahre fliehen pfeilgeschwind.
Vom Mädchen reisst sich stolz der Knabe,Er stürmt ins Leben wild hinaus,Durchrnisst die Welt am Wanderstabe;Fremd kehrt er heim ins Vaterhaus.
Und herrlich in der Jugend Prangen,
Wie ein Gebild aus Ilimmelshöh’n,
Mit züchtigen, verschämten WangenSieht er die Jungfrau vor sich steh’n.
Da fasst ein namenloses SehnenDes Jünglings Herz, er irrt allein,
Aus seinen Augen brechen Tränen,
Er flieht der Brüder w’ilden Reih’n.Errötend folgt er ihren SpurenUnd ist von ihrem Gruss beglückt,
Das Schönste sucht er auf den Fluren,Womit er seine Liebe schmückt.
0 zarte Sehnsucht, süsses Hoffen!
Der ersten Liebe gold’ne Zeit!
Das Auge sieht den Himmel offen,
Es schwelgt das Herz in Seligkeit:
0, dass sie ewig grünen bliebe,
Die schöne Zeit der jungen Liebe!
Wie sich schon die Pfeifen bräunen!Dieses Stäbchen tauch’ ich ein,
Seh’n wir’s überglast erscheinen,
Wird’s zum Gusse zeitig sein.
Jetzt, Gesellen, frisch!
Prüft mir das Gemisch,
Ob das Spröde mit dem WeichenSich vereint zum guten Zeichen.