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Lehr- und Lesebuch für die Volksschule : 7. bis 9. Schuljahr (12. bis 15. Altersjahr) / von Ed. Schönenberger und B. Fritschi / Deutsche Sprache
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8. In Gefahr und grosser NotBringt der Mittelweg den Tod.

9. Lust und Schmerz sind Wandersleute, ziehen allenthalben

ein;

Doch pflegt der Besuch von diesem lang, von jenem kurz

zu sein.

10. Sich selbst bekämpfen ist der allerschwerste Krieg;

Sich selbst besiegen ist der allerschönste Sieg.

11. Fromme Leute klagen sehr, dass die Wahrheit sich verloren.Suche, wer sie suchen will, aber nicht in hohen Ohren.

12. Der werde nicht von dir erlesen,

Wer nie sein eigner Freund gewesen.

Wer blos sein eigner Freund gewesen,

Der werde nicht von dir erlesen.

13. Wo das Reden doch nicht fruchtet, hat das Schweigen bessre

Statt;

Besser, dass man nicht geredet, als umsonst geredet hat.

14. Wo die Hand vonnöten ist, schafft man wenig mit der Zunge,Und wohin das Herz gehört, da verrichtet nichts die Lunge.

15. Schlecht ist es mit dem Glauben an Gott bestellt,

Wenn man nicht Treu und Glauben dem Nächsten hält.

Logau.

16. Dann auch gehorch ich dem göttlichen Wort, das mich lieben

den Feind heisst,

Wenn ich, was feindlich in ihm, hasse mit göttlichem Zorn.

17.Wie denn erfahr ich, auf dass von mir nur Gutes die Welt

spiicht?

Sprich nur, vortrefflicher Freund, sprich es nur selbst nicht

zu laut.

18. Wer in der Schule sich sammeln gelernt und lernt er

nichts sonst dort

Hat für das Leben bereits, nicht für die Schule, gelernt.

O. Sutermeister.