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Lehr- und Lesebuch für die Volksschule : 7. bis 9. Schuljahr (12. bis 15. Altersjahr) / von Ed. Schönenberger und B. Fritschi / Deutsche Sprache
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11. En jede Acherma macht au e mal en Struchrai.

12. Me cha binere Gute stehle lehre.

13. Alt Lüt gsehnd am beste i dWiti.

14. Gschid Lüt narriered au.

15. Jede het sin Spore und wers nüd glaubt, het zwee.

16. Was mer nüd erfltige cha, c-hamer erhinke.

17. Ring derzue, ring dervo.

18. DWelt ist en ewige Heuet: die einte mached Schöclili, die

andere verzettled sie wieder.

19. Tür ist kei Siind, aber übel messe.

20. Me verschnepft si mit nüd me as mit dem Muul.

21. DWelt ist kein Strumpf.

22. Schmieds-Chind sind si de Funke gwöhnt.

23. Me cha mit dem Veh rede, wemme Menscheverstand het.

24. Me muess nüd juchze, bis dChilbi übere-n-ist.

25. Halts Mul, so flügt der kei Mugg dri.

26. Me muess de Bengel hoch rühre, er fallt vo selber tiif.

27. Me muess de böse Hünde Brot zuerüere.

28. Wemme s Chrut kennt, soll me nüd na de Wurzle grabe.

29. S Vaters Tasche tüend Mänge wasche.

30. Es ist e Muetter no so arm, so gid sie ihrem Ohindli warm.

Rätsel.

1. Die besten Freunde, die wir haben,

Sie kommen nur mit Schmerzen an.

Und was sie uns für Weh getan,

Ist fast so gross, wie ihre Gaben.

Und wenn sie wieder Abschied nehmen,

Muss man zu Schmerzen sich bequemen.

W. G ö t h e.

2. Sun suchet geschwinde, wo sich dieses finde :

Es ist der Harne einer Frucht,

Die zwar dem Gaumen wohl behagt;

Doch, wo sie sich dem Ohr vereint,

Da wird darüber nur geklagt;