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Lehr- und Lesebuch für die Volksschule : 7. bis 9. Schuljahr (12. bis 15. Altersjahr) / von Ed. Schönenberger und B. Fritschi / Deutsche Sprache
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Aus allen seinen Reisigen heraus

Will ich ihn finden nichts liegt mir am Leben,

Wenn ich den heissen, ungeheuren SchmerzIn seinem Lebensblute kühle.

(Er will gehen.)

Walther Fürst.

Bleibt!

Was könnt ihr gegen ihn ? Er sitzt zu SarnenAuf seiner hohen Herrenburg und spottetOhnmächtgen Zorns in seiner sichern Veste.

M e 1 c h t h a 1.

Und wohnt er droben auf dem EispalastDes Schreckhorns oder höher, wo die JungfrauSeit Ewigkeit verschleiert sitzt ich macheMir Bahn zu ihm; mit zwanzig Jünglingen,

Gesinnt wie ich, zerbrech ich seine Veste.

Und wenn mir niemand folgt, und wenn ihr alle,

Für eure Hütten bang und eure Herden,

Euch dem Tyrannenjoche beugt die HirtenWill ich zusammenrufen im Gebirg,

Dort unterm freien Himmelsdache, wo

Der Sinn noch frisch ist und das Herz gesund,

Das ungeheuer Grässliche erzählen.

Stauffacher (zu Walther Fürst.)

Es ist auf seinem Gipfel Wollen wirErwarten, bis das Äusserste

M e 1 c h t h a I.

Welch Äusserstes

Ist noch zu fürchten, wenn der Stern des AugesIn seiner Höhle nicht mehr sicher ist?

Sind wir denn wehrlos ? Wozu lernten wirDie Armbrust spannen und die schwere WuchtDer Streitaxt schwingen? Jedem Wesen wardEin Notgewehr in der Verzweiilungsangst.

Es stellt sich der erschöpfte Hirsch und zeigt