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Lehr- und Lesebuch für die Volksschule : 7. bis 9. Schuljahr (12. bis 15. Altersjahr) / von Ed. Schönenberger und B. Fritschi / Deutsche Sprache
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Mitbringen, die berzeinig sind mit uns,

So können wir gemeinsam das GemeineBesprechen und mit Gott es frisch beschliessen.

Stauffacher.

So seis. Jetzt reicht mir eure biedre Rechte,

Reicht ihr die eure her, und so, wie wirDrei Männer jetzo, unter uns die HändeZusammen flechten, redlich, ohne Falsch,

So w-ollen wir drei Länder auch zu SchutzUnd Trutz zusammenstehn auf Tod und Leben.

Walther Fürst und Melchthal.

-Auf Tod und Leben!

(Sie halten die Hände noch einige Pausen lang zusammengehochtenund schweigen.)

Melchthal.

Blinder, alter Vater,

Du kannst den Tag der Freiheit nicht mehr schauen;Du sollst ihn hören. Wenn von Alp zu AlpDie Feuerzeichen flammend sich erheben,

Die festen Schlösser der Tyrannen fallen,ln deine Hütte soll der Schweizer wallen,

Zu deinem Ohr die Freudenkunde tragen,

Und hell in deiner Nacht soll es dir tagen!

(Sie gehen auseinander.)

Zweiter Aufzug.

Zweit© Szene.

Fine Wiese, von hohen Felsen umgeben.

Auf dem Felsen sind Steige mit Geländern, auch Leitern, von denen mannachher die Landleute herabsteigen siebt. Im Hintergründe zeigt sich derSee, über welchem anfangs ein Mondregenbogen zu sehen ist. Den Pro-spekt schliessen höbe Berge ein, hinter welchem noch höhere Eisgebirgeragen. Es ist völlig Nacht auf der Szene, nur der See und die weissenGletscher leuchten im Mondlicht.

Melchthal, Baumgarten, Winkelried, Meier von Sarnen,ifturkhart am Bühl, Arnold von Sewa, Klaus von der Flüeund noch vier andere Landleute, alle bewaffnet.