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Aus all’ den fremden Stämmen, die seitdemIn Mitte ihres Lands sich angesiedelt.
Finden die Schwyzer Männer sich heraus,
Es gibt das Herz, das Blut sich zu erkennen.
(Reicht rechts und links die Hand hin.)
Auf der M a u e r.
Ja, wir sind eines Herzens, eines Bluts!
Alle (sich die Hände reichend).
Wir sind ein Volk und einig wollen wir handeln.
• S t a u f f a c h e r.
Die andern Völker tragen fremdes Joch,
Sie haben sich dem Sieger unterworfen.
Es leben selbst in unsern LandesmarkenDer Sassen viel, die fremde Pflichten tragen,
Und ihre Knechtschaft erbt auf ihre Kinder.
Doch wir, der alten Schweizer echter Stamm,
Wir haben stets die Freiheit uns bewahrt.
Nicht unter Fürsten bogen wir das Knie,
Freiwillig wählten wir den Schirm der Kaiser.
Hösselmann.
Frei wählten wir des Reiches Schutz und Schirm;So steht’s bemerkt in Kaiser Friedrichs Brief.
St auf fach er.
Denn herrenlos ist auch der Frei’ste nicht.
Ein Oberhaupt muss sein, ein höchster Richter,
Wo man das Recht mag schöpfen in dem Streit.D’rum haben uns’re Väter für den Boden,
Den sie der alten Wildnis abgewonnen,
Die Ehr’ gegönnt dem Kaiser, der den HerrnSich nennt der deutschen und der welschen ErdeUnd, wie die andern Freien seines Reichs,
Sich ihm zu edlem Waflendienst gelobt;
Denn dieses ist der Freien einz’ge Pflicht,
Das Reich zu schirmen, das sie selbst beschirmt.