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Lehr- und Lesebuch für die Volksschule : 7. bis 9. Schuljahr (12. bis 15. Altersjahr) / von Ed. Schönenberger und B. Fritschi / Deutsche Sprache
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Was drüber ist, ist Merkmal eines Knechts.

S t a u f f ac h e r.

Sie folgten, wenn der Heribann erging,

Dem Reichspanier und schlugen seine Schlachten.Nach Welschland zogen sie gewappnet mit,

Die Römerkron ihm auf das Haupt zu setzen.Daheim regierten sie sich fröhlich selbstNach altem Brauch und eigenem Gesetz;

Der höchste Blutbann war allein des Kaisers,

Und dazu ward bestellt ein grosser Graf,

Der hatte seinen Sitz nicht in dem Lande.

Wenn Blutschuld kam, so rief man ihn herein,

Und unter offnem Himmel, schlicht und klar,

Sprach er das Recht und ohne Furcht der Menschen.Wo sind hier Spuren, dass wir Knechte sind?

Ist einer, der es anders weiss, der rede!

Im Hofe.

Nein, so verhält sich alles, wie ihr sprecht,Gewaltherrschaft ward nie bei uns geduldet.

S tauffach er.

Dem Kaiser selbst versagten wir Gehorsam,

Da er das Recht zu Gunst der Pfaden bog.

Denn als die Leute von dem GotteshausEinsiedeln uns die Alp in Anspruch nahmen,

Die wir beweidet seit der Väter Zeit,

Der Abt herfürzog einen alten Brief,

Der ihm die herrenlose Wüste schenkte

Denn unser Dasein hatte man verhehlt

Da sprachen wir: »Erschlichen ist der,Brief!

»Kein Kaiser kann, was unser ist, verschenken;

»Und wird uns Recht versagt vom Reich, wir können»In unsern Bergen auch des Reichs entbehren.«

So sprachen unsre Väter! Sollen wirDes neuen Joches Schändlichkeit erdulden,