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Lehr- und Lesebuch für die Volksschule : 7. bis 9. Schuljahr (12. bis 15. Altersjahr) / von Ed. Schönenberger und B. Fritschi / Deutsche Sprache
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Erleiden von dem fremden Knecht, was unsIn seiner Macht kein Kaiser durfte bieten ?

Wir haben diesen Boden uns erschaffenDurch unsrer Hände Fleiss, den alten Wald,

Der sonst der Bären wilde Wohnung war,

Zu einem Sitz für Menschen umgewandelt;

Die Brut des Drachen haben wir getötet,

Der aus den Sümpfen giftgeschwollen stieg,

Die Nebeldecke haben wir zerrissen,

Die ewig grau um diese Wildnis hing;

Den harten Fels gesprengt, über den AbgrundDem Wandersmann den sichern Steg geleitet;Unser ist durch tausendjährigen BesitzDer Boden und der fremde HerrenknechtSoll kommen dürfen und uns Ketten schmieden,Und Schmach antun auf unsrer eignen Erde?

Ist keine Hülfe gegen solchen Drang ?

(Grosse Bewegung unter den Landleuten.)

Nein, eine Grenze hat Tyrannenmacht.

Wenn der Gedrückte nirgends Recht kann finden,Wenn unerträglich wird die Last greift erHinauf getrosten Mutes in den HimmelUnd holt herunter seine ewgen Rechte,

Die droben hangen unveräusserlich

Und unzerbrechlich, wie die Sterne selbst

Der alte Urständ der Natur kehrt wieder,

Wo Mensch dem Menschen gegenüber stehtZum letzten Mittel, wenn kein andres mehrVerfangen will, ist ihm das Schwert gegebenDer Güter höchstes dürfen wir verteidgenGegen Gewalt Wir stehn vor unser Land,Wir stehn vor unsre Weiber, unsre Kinder!

Alle (an ihre Schwerter schlagend).

Wir stehn vor unsre Weiber, unsre Kinder !

Rösselmann (tritt in den King).

Eli ihr zum Schwerte greift, bedenkt es wohl!