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Lehr- und Lesebuch für die Volksschule : 7. bis 9. Schuljahr (12. bis 15. Altersjahr) / von Ed. Schönenberger und B. Fritschi / Deutsche Sprache
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R e d i n g.

Die Zeit bringt Rat. Ervvartets in Geduld,

Man muss dem Augenblick auch was vertrauen.

Doch seht, indes wir nächtlich hier noch tagen,

Stellt auf den höchsten Bergen schon der Morgen

Die glühnde Hochwacht aus Kommt, lasst uns scheiden,Eh uns des Tages Leuchten überrascht.

WaIther Fürst.

Sorgt nicht, die Nacht weicht langsam aus den Tälern.

Alle haben unwillkürlich die Hüte abgenommen und betrachten mit stiller Sammlung

die Morgenröte).

Rösselmann.

Dei diesem Licht, das uns zuerst begrüsst

Von allen Völkern, die tief unter uns

Schwer atmend wohnen in dem Qualm der Städte,

Easst uns den Eid des neuen Bundes schwören.

Wir wollen sein ein einig Volk von Brüdern,

In keiner Not uns trennen und Gefahr.

(Alle sprechen es nach mit erhobenen drei Fingern).

Wir wollen frei sein, wie die Väter waren,

Eher den Tod, als in der Knechtschaft leben.

(Wie oben).

Wir wollen trauen auf den höchsten Gott

Und uns nicht fürchten vor der Macht der Menschen.

(Wie oben. Die Landleute umarmen einander).

Stauffacher.

Jetzt gehe jeder seines Weges stillZu seiner Freundschaft und Genossame.

Wer Hirt ist, wintre ruhig seine HerdeUnd werb im Stillen Freunde für den Bund.

Was noch bis dahin muss erduldet werden,

Erduldets! Lasst die Rechnung der TyrannenAnwachsen, bis ein Tag die allgemeine

Und die besondre Schuld auf einmal zahlt.

Bezähme jeder die gerechte WutUnd spare für das Ganze seine Rache;