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Lehr- und Lesebuch für die Volksschule : 7. bis 9. Schuljahr (12. bis 15. Altersjahr) / von Ed. Schönenberger und B. Fritschi / Deutsche Sprache
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Die Bäume bluten, wenn man einen StreichDrauf führte mit der Axt

Teil.

Wer sagt das, Knabe?W a 11 h e r.

Der Meister Hirt erzfthlts Die Bäume seienGebannt, sagt er, und wer sie schädige,

Dem wachse seine Hand heraus zum Grabe.

Teil.

Die Bäume sind gebannt, das ist die Wahrheit.

Siehst du die Firnen dort, die weissen Hörner,Die hoch bis in den Himmel sich verlieren?

W a 11 h e r.

Das sind die Gletscher, die des Nachts so donnernUnd uns die Schlaglawinen niedersenden.

Teil.

So ists, und die Lawinen hätten längstDen Flecken Altorf unter ihrer LastVerschüttet, wenn der Wald dort oben nichtAls eine Landwehr sich dagegen stellte.

W a I th e r (nach einigem Besinnen).

Gibts Länder, Vater, wo nicht Berge sind?

Teil.

Wenn man hinunter steigt von unsern HöhenUnd immer tiefer steigt, den Strömen nach,

Gelangt man in ein grosses, ebnes Land,

Wo die Waldwasser nicht mehr brausend schäumen,Die Flüsse ruhig und gemächlich ziehn;

Da sieht man frei nach allen Himmelsräumen,

Das Korn wächst dort in langen, schönen Auen,

Und wie ein Garten ist das Land zu schauen.

Walther.

Ei, Vater, warum steigen wir denn nicht