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Der beste Mann im Land, der bravste Arm,Wenn’s einmal gelten sollte für die Freiheit.
Kunz.
Der Landvogt führt ihn selbst den See herauf;
Sie waren eben dran, sich einzuschiffen,
Als ich von Flüelen abluhr; doch der Sturm,
Der eben jetzt im Anzug ist, und der
Auch mich gezwungen, eilends hier zu landen,
Mag ihre Abfahrt wohl verhindert haben.
Fischer.
Der Teil in Fesseln, in des Vogts Gewalt!
0, glaubt, er wird ihn tief genug vergraben,
Dass er des Tages Licht nicht wieder sieht!
Denn fürchten muss er die gerechte RacheDes freien Mannes, den er schwer gereizt!
Kunz.
Der Altlandammann auch, der edle HerrVon Attinghausen, sagt man, lieg’ am Tode.
Fische r.
So bricht der letzte Anker unsrer Hoffnung!
Der war es noch allein, der seine StimmeErheben durfte für des Volkes Rechte!
Kunz.
Der Sturm nimmt überhand. Gehabt euch wohl!Ich nehme Herberg’ in dem Dorf; denn heut’
Ist doch an keine Abfahrt mehr zu denken.
(Geht ab).
Fischer.
Der Teil gefangen, und der Freiherr tot!
Erheb’ die freche Stirne, Tyrannei,
Wirf alle Scham hinweg! Der Mund der WahrheitIst stumm, das seh’nde Auge ist geblendet,
Der Arm, der retten sollte, ist gefesselt!