In dieser furchtbarn Wiege wird gewiegt!
Hier ist das Steuer unnütz und der Steurer,
Der Sturm ist Meister, Wind und Welle spielenBall mit dem Menschen. — Da ist nah und fernKein Busen, der ihm freundlich Schutz gewährte!Handlos und schroff ansteigend starren ihmDie Felsen, die unwirtlichen, entgegenUnd weisen ihm nur ihre steinern schroffe Brust.
Knabe (deutet links).
Vater, ein Schiff! es kommt von Flüelen her.Fischer.
Gott helf den armen Leuten! Wenn der SturmIn dieser Wasserkluft sich erst verfangen,
Dann rast er um sich mit des Raubtiers Angst,
Das an des Gitters Eisenstäbe schlägt!
Die Pforte sucht er heulend sich vergebens;
Denn ringsum schränken ihn die Felsen ein,
Die himmelhoch den engen Pass vermauern.
(Er steigt auf die Anhohe)/
Knabe.
Es ist das Herrenschiff von Uri, Vater,
Ich kenn’s am roten Dach und an der Fahne.
Fische r.
Gerichte Gottes! Ja er ist es selbst,
Der Landvogt, der da fährt — Dort schifft er hinUnd führt im Schiffe sein Verbrechen mit!
Schnell hat der Arm des Rächers ihn gefunden,Jetzt kennt er über sich den stärkern Herrn.
Diese Wellen hören nicht auf seine Stimme,
Diese Felsen bücken ihre Häupter nichtVor seinem Hute — Knabe, bete nicht!
Greif nicht dem Richter in den Arm!
Knabe.
Ich bete für den Landvogt nicht — ich beteFür den Teil, der auf dem Schiff sich mit befindet.