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Fische r.
Alles weiss ich, redet!
Teil.
Dass mich der Landvogt fallen liess und binden,Nach seiner Burg zu Küsnacht wollte führen.
F i s c h e r.
Und sich mit euch zu Flüelen eingeschifft,
Wir wissen alles. Sprecht, wie ihr entkommen!
Teil.
Ich lag im Schiff, mit Stricken festgebunden,Wehrlos, ein aufgegeb’ner Mann — Nicht hofft’ ich,Das frohe Licht der Sonne mein- zu sehn,
Die Gattin und der Kinder liebes Antlitz,
Und trostlos blickt’ ich in die frasserwüste —
Fische r.
0 armer Mann!
Teil.
So fuhren wir dahin,Der Vogt, Rudolph der Harras und die Knechte.Mein Köcher aber mit der Armbrust lagAm hintern Gransen bei dem Steuerruder.
Und als wir an die Ecke jetzt gelangtBeim kleinen Axen, da verhängt’ es Gott,
Dass solch’ ein grausam mörd’risch UngewitterGählings herfürbrach aus des Gotthards Schlünden,Dass allen Ruderern das Herz entsank,
Und meinten alle, elend zu ertrinken.
Da hör’ ich’s, wie der Diener einer sichZum Landvogt wendet’ und die Worte sprach:
Ihr sehet eure Not und unsre, Herr,
Und dass wir all’ am Rand des Todes schweben —
Die Steuerleute aber wissen sich
Vor grosser Furcht nicht Rat und sind des Fahrens