224
Nicht wohl berichtet — Nun aber ist der TeilEin starker Mann und weiss ein Schiff zu steuern.
Wie, wenn wir sein jetzt brauchten in der Not?
Da sprach der Vogt zu mir: Teil, wenn du dir’sGetrautest, uns zu helfen aus dem Sturm,
So möcht’ ich dich der Bande wohl entled’gen.
Ich aber sprach: Ja, Herr, mit Gottes HilfeGetrau’ ich mir’s und helP uns wohl hiedannen.
So ward ich meiner Bande los und standAm Steuerruder und fuhr redlich hin;
Doch schielt’ ich seitwärts, wo mein Schiesszeug lag,
Und an dem Ufer merkt’ ich scharf umher,
Wo sich ein Vorteil auftät’ zum Entspringen.
Und wie ich eines Felsenriffs gewahre,
Das abgeplattet vorsprang in den See —
Fischer.
Ich kenn’s, es ist am Fuss des grossen Axen,
Doch nicht für möglich acht’ ich’s — so gar steilGeht’s an — vom Schiff es springend abzureichen —
Teil.
Schrie ich den Knechten, handlich zuzugehn,
Bis dass wir vor die Felsenplatte kämen.
Dort, rief ich, sei das Ärgste überstanden. —
Und als wir sie frischrudernd bald erreicht,
Fleh’ ich die Gnade Gottes an und drücke,
Mit allen Leibeskräften angestemmt,
Den hintern Gransen an die Felswand hin.
Jetzt schnell mein Schiesszeug fassend, schwing’ ich selbstHochspringend auf die Platte mich hinauf,
Und mit gewalt’gem Fussstoss hinter mich
Schleudr’ ich das Schifflein in den Schlund der Wasser —
Dort mag’s, wie Gott will, auf den Wellen treiben!
So bin ich hier gerettet aus des SturmsGewalt und aus der schlimmeren der Menschen.
Fischer.
Teil, Teil! ein sichtbar Wunder hat der Herr