nahm vier Fünftel der Kostenlast auf seine Schultern. Gemein-sam mit dem andern Uferstaat Österreich wurde dem Rhein anzwei Stellen ein neues Bett gegraben, das die gefährlichen Krüm-mungen abschneidet, so daß er jetzt fast schnurgerade in den Bo-dcnsee läuft. Gleichzeitig wurde das Quellengcbiet im Bündner-land droben wieder aufgeforstet, damit der Fluß nicht mehr soviel Geschiebe mitführt. Für das ganze Werk wurden bis heute52 Millionen ausgegeben. Das ist viel Geld. Dafür aber istdas Rheintal von der Rheinnot befreit, und viel tausend Hektarfruchtbaren Bodens sind für Wieswachs und Ackerbau gewonnenworden. Und so wie dem Rheintal hat der Bund auch demRhonetal und dem Reußtal und andern Landesgegenden ge-holfen.
Der Bund tut auch viel für das Schulwesen. Es ist füreinen Staat, wo das Volk der oberste Herr ist, sehr wichtig, daßdie Jugend gut geschult werde. Der Bund unterstützt darumdas Volksschulwesen. Er bezahlt jedem Kanton jährlich 60, denGebirgskantonen sogar 80 Rappen auf den Kopf der Bevölke-rung, die dieser dann für den Bau neuer Schulhäuser und dieErrichtung neuer Lehrstellen verwenden muß. Das macht einegroße Summe aus. Auf den Kanton St. Gallen trifft es zurzeit181,000 Franken.
Der Bund unterstützt ferner die Handwerker- und Handels-schulen, die gewerblichen, kaufmännischen und landwirtschaft-lichen Fortbildungsschulen, die Koch- und Haushältungsschulen,und er unterhält eine technische Hochschule, wo junge Leute sichzu Ingenieuren, Architekten, Chemikern, Förstern und Land-wirten ausbilden können.
Der Bund sorgt für das Wohl des Bauernstandes. Er leistetgroße Geldbeiträge an Alpen- und Bodenverbesserungeu und andie Wiederanpflanzung von Weinbergen, die von der Reblausverwüstet worden sind. Er bekämpft die Viehseuchen, die so oftden Wohlstand einer ganzen Landesgegend zugrunde richten,und er unterstützt die Landwirte, die sich gegen Hagel- und Frost-schaden versichern.
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