kommen, wende dich in allen zweifelhaften Fällen an dieamtliche Pilzkontrolle in St. Gallen. Merke dir aber: Giftigwirkt jeder verdorbene Pilz und fast alle Erkrankungennach dem Genuss von Schwämmen sind auf diese Ursachezurückzuführen und nur selten auf den Genuss eigentlicherGiftschwämme.
Die Krankenpflege.
1. Die Ausführung der ärztlichen Verordnung.
Jedem ernstlichen Unwohlsein gehen sichere Krank-heitszeichen oder Symptome voraus. Als erstes und un-trügliches Krankheitszeichen gilt wohl die erhöhte Körper-temperatur mit heisser Stirne und schnellem Puls. Um dieKörperwärme zu messen, bedienen wir uns des Fieber-thermometers. Es sieht dem gewöhnlichen Thermometergleich, reicht aber nur von ca. 35 bis 45° C. Dafür sinddie einzelnen Grade recht gross und in 10 Teile geteilt,so dass eine sehr genaue Ablesung möglich ist. Die Zahl37 ist rot gezeichnet. Das ist die Normaltemperatur desBlutes. Um die Blutwärme der Kranken zu messen, legenwir das Thermometer in die Armhöhle und lassen es ca.10 bis 15 Minuten, fest von der blossen Haut umschlossen,liegen. Bei 37,5" ist die Temperatur ungefährlich; 38 und39" zeigen mittlere Fieber, 40 bis 42" sehr hohe, lebens-gefährliche Fiebergrade an. Gewöhnlich macht man dieMessungen am Morgen und abends zwischen 5 und 7 Uhr.
Innerlich verordnet der Arzt Arzneien; äusserlich:Abwaschungen, Bäder, Umschläge etc. Bei jeder Medizin,die du dem Kranken reichst, achte vorher genau auf dieAufsedlrift der Flasche, damit keine Verwechslungund dadurch schwerer Schaden entsteht.
Willst du einen Kamillen-, Holunder-, Linden- oderWollblumentee bereiten, so koche die nötige Menge Wassersiedend heiss. In einen Krug bringst du die Teekräuter.
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