fimltrnis.
Sonntrt-
finiltrnii
werden häufig beim Herannahen des Phänomens von denSternwarten Expeditionen nach günstigen Beobachtungs-orten ausgeschickt. Der deutsche Astronom Wilhelm Meyer,welcher die totale Sonnenfinsternis vorn 30. August 1905bei Assuan in Ägypten zu beobachten und zu erforschenhatte, schilderte das grosse Ereignis also:
„In den letzten Sekunden nahm die Dunkelheit miterschreckender Schnelligkeit zu. ,AIs aber erst die letzten,über den bergbesetzten Mondrandhinperlenden Sonnenstrahlen ver-schwunden waren, vollzog sich inder letzten Sekunde ein vollkom-mener Wandel, dass mantrotz aller Vorbereitun-gen völlig davon über-rascht war.
Es war wie ein Rissdurch die Natur. War esvorher dunkel, so wurdees jetzt im ersten Augen-blick plötzlich finster wiein schwarzer Nacht, bissich das Auge einiger-massen angepasst hatte.
Ebenso plötzlich, als ob im Lauf der letzten Sekunden durchdas durchscheinende Himmelsgewölbe der geheimnisvolleSchein von einem Jenseits herüberglimmte, trat der silberneStrahlenkranz der Korona hervor. Es war, als ob dieses Lichtjetzt eben erst von der Stelle, wo die Sonne nun gänzlichhinter der schwarzen Mondscheibe verschwunden war, aus-ginge und mit Schnelligkeit in den dunkeln Raum hinausge-schleudert würde. Weil der Ort, wo vordem die Sonne stand,nun dieselbe Dunkelheit und Färbung wie der übrige Himmelbesass, schien es, als sei das Tagesgestirn wirklich aus derWelt gekommen, in nichts zerflossen, diesen gespenstigen
Mond- und Sonnenfinsternis.
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