Erst die Wärmestrah-lung bringt es zumBrennen.
Ein recht hübscherVersuch (Fig. 17) be-weist uns, dass er ausGas besteht. Wir bie-gen ein enges Glas-röhrchen leicht S-för-mig. VonderSeiteherschieben wir dasselbein den dunkeln feil derFlamme. Damit wiruns nichtbrennen, um-Fig. 17 . wickeln wir dasselbe
mit einem Streifchen Papier. Aus dem andern Ende desRöhrchens entweicht nun bald ein farbloses Gas, das mitkleiner, nur oben leuchtender Flamme brennt. Die Kerzen-flamme selber wird während des Versuches viel kleiner.
So stellt uns also die brennende Kerze eine einfache,kleine Gasfabrik vor. Das Kerzenmaterial wird durch dieHitze der Flamme erst flüssig und dann gasförmig. DiesesGas besteht aus Kohlenstoff und Wasserstoff. Es kommtdir das gewiss recht auffällig, fast unglaublich vor, da dudich gewöhnt hast, unter Kohlenstoff einen festen Körperzu denken, nicht aber ein Gas. Aber schau, du wirst dasleicht begreifen, wenn ich dich an das Wasser und seineEntstehung erinnere. Dieses ist eine Flüssigkeit, und dochweisst du, dass sie aus den Gasarten Sauerstoff und Wasser-stoff besteht. Ganz ähnlich verhält es sich hier. So istdie Verbindung von Kohlenstoff und Wasserstoff, derKohlen-wasserstoff, bald fest, bald flüssig, bald gasförmig. Imdunkeln Kern unserer Kerzenflamme ist er gasförmig, beimPetrol oder Erdöl, das aus vielen Kohlenwasserstoffenbesteht, flüssig. Und dass dieses Kohlenstoff enthält, er-
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