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V.: Gut, der Landmann muß also regnen und tauen lassen?K.: Kein Mensch kann machen, daß die Sonne scheint, unddaß es regnet.
V.: Wer macht denn, daß zur rechten Zeit die Sonne scheint,und zur rechten Zeit Regen und Tau fällt?
K.: Niemand, als Gott.
V.: Richtig, mein Kind! Könnten aber die Früchte ohneSonnenschein, Regen und Tau gar nicht wachsen?
K.: Nein, die Hitze bringt die Früchte zur Reife, Regen undTau erfrischen das Erdreich und geben ihm Nahrung.Wenn immer die Sonne schiene, so würden die Pflanzenverderben, weil sie keine Nahrung hätten; wenn es immerregnete, würden sie verfaulen.
V.: Richtig, mein Kind! Du siehst also, daß es Gott ist, demwir unsere Nahrung zu verdanken haben. Das Pflügen,Graben und Säen des Landmanns wäre vergeblich, wennGott nicht zur rechten Zeit Regen und Sonnenscheinschickte. Darum liebe Gott von ganzem Herzen und vonganzer Seele! Fr. Güll.
166 . Uo« unsern Nahrungsmitteln.
Iß, was gar ist,
Trink, was klar ist,
Sprich, was wahr ist!
Wie man mit Holz und Kohlen den Ofen heizen muß,damit er warm mache, so mußt du zur Erhaltung deinesLebens deinen Leibesofen, den Magen, mit Nahrung heizen,daß Blut und Körper warm bleiben und du dich arbeitsfähigerhältst.
Der menschliche Körper besteht aus vielen Teilen undWerkzeugen; diese müssen abwechselnd arbeiten und ruhen.Es ist also ein richtiges Maß von Arbeit und Ruhe notwendig.Wer aber im Faulenzen Gesundheit suchte, der würde sichirren, denn gerade Trägheit untergräbt unsere Gesundheit.