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Lesebuch für die Primarschulen des Kantons Appenzell Innerrhoden : viertes Schuljahr
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Wie sich aber jedes Werkzeug durch den Gebrauch ab-nutzt, so verbraucht auch der Mensch Stoffe seines Körpers,die er durch Nahrung ersetzen muß.

Das wichtigste Nahrungsmittel ist die Luft. Nächst dieserhat man das Wasser am notwendigsten. Das gesundeste Ge-tränk ist frisches, klares Quellwasser. Unter den Nahrungs-mitteln ist die Milch das beste; groß und klein, jung und altsollen sie genießen. Sie soll von gesunden Kühen genommenwerden, die gutes Futter bekommen und reine Ställe haben.Will man ganz sicher sein, durch den Genuß von Milch nichtkrank zu tverden, so darf man nur gesottene Milch trinken.

Fleischnahrung ist den meisten Menschen sehr zu em-pfehlen; das Beste aber ist eine gemischte Kost, nämlich Fleisch-und Pflanzenkost. Weich gesottene Eier bilden eine vorzüglicheund leicht verdauliche Speise. Auch Käse ist für Menschenmit guter Verdauung ein sehr wertvolles Nahrungsmittel.

Die Samen trockener Hülsenfrüchte Bohnen, Erbsen,Linsen enthalten sehr viel Nährstoffe und können Fleisch-nahrung ersetzen. Frisch gebackenes, noch warmes Brot sollman nicht essen, tveil es nur schwer verdaulich ist. Grün-gemüse und Kartoffeln enthalten sehr viel Wasser und sind,allein genossen, zu einer entsprechenden Ernährung nicht aus-reichend. Kartoffeln, welche im Keimen oder in Fäulnis be-griffen sind, können giftig wirken. Frisches Obst ist reich anWasser und enthält auch Zucker; es ist unserer Gesundheitzuträglich, reifes Obst mäßig zu genießen.

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Merke vor allem: Man lebt nicht, um zu essen, sondernman ißt, um zu leben. Eine Hauptbedingung der Gesund-heit ist daher Mäßigkeit in Speise und Trank. Man soll inregelmäßigen Zwischenräumen essen und trinken, etwa drei-bis viermal des Tages.

Alle festen Speisen müssen gut gekaut werden. nichtzu heiß, und wink nicht zu kalt! Wer auf warme Speisen