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andern Platz macht, was seid ihr denn anders hier alsGäste? Dieses Schloß ist also wirklich ein Gasthaus. Ver-wendet daher nicht so viel, dieses Haus so prächtig aus-zuschmücken, das Euch nur kurze Zeit beherbergt. Tutlieber den Armen Gutes, so bauet Ihr Euch eine bleibendeWohnung im Himmel.“
5. Der Ritter nahm diese Worte zu Herzen, behieltden Pilger über Nacht und wurde von dieser Zeit anwohltätiger gegen die Armen.
12. Der fechtende Handwerksbursche.
1. Ein reisender Handwerksbursche stand vor einerStubentüre und bat um einen Zehrpfennig. Als sich nie-mand sehen ließ, noch sich rührte, öffnete er leise undging hinein. Als er jedoch eine arme, kranke Witwe er-blickte, die da sagte, sie habe selber nichts, ging er hinaus.
2. Aber nach einigen Stunden kam er wieder. DieFrau rief ihm entgegen: „Mein Gott, ich kann Euch janichts geben! Ich lebe selbst von der Güte anderer Men-schen und bin krank.“ Allein der edle Jüngling dachtebei sich selber: „Eben deswegen.“ Anständig und freund-lich trat er vor den Tisch, legte aus seinen beiden TaschenBrot darauf, das er unterdessen gesammelt hatte, undviele kleine Geldstücke. „Das ist für Euch, arme, krankeFrau,“ sagte er, ging fort und zog leise die Stubentüre zu.
13. Die arme Frau und der Ruf der Glocke.
1. Eine Witwe mit fünf Kindern nährte sich kümmer-lich von ihrer Hände Arbeit. Solange ihr kleines Feldseine Früchte brachte, ging das so ziemlich. Eines Jahresaber mißriet die Frucht, und nun kam auch noch ihreeinzige Kuh um. Da sprach sie im Unmute ihres Herzens:„Betteln mag ich nicht. Fleiß und Arbeit nützen mir