Vorn elektrischen Licht.
1. Mit dem elektrischen Strom schreiben und sprechenwir in die Ferne; er dient uns aber auch als künstliche Licht-quelle, die an Helligkeit mit dem Sonnenlicht wetteifert.
Reiben wir die Poldrähte eines Elementes aneinander, soentstehen Fünklein. Funken sprühen am Herdfeuer, aus demKamin der Lokomotive, aus der Esse des Dorfschmieds. Essind glühende Kohlenteilchen. Schlägt der Grossvater mitdem Stahl an den Feuerstein, so springen Funken weg. Dassind kleine Steinteilchen, die vorn härtern Stahl abgesprengtwerden. Glühend werden sie durch den Schlag, der Wärmeerzeugt. Was mögen wohl die Fünklein beim Berühren derDrahtenden unseres Elementes sein? Ganz gewiss Kupfer-teilchen, die beim raschen Reiben abgerissen und in der Hitzeglühend werden. Woher rührt nun wohl die Lichtausstrah-lung des elektrischen Stromes? Um das zu erfahren, betrach-ten wir den elektrischen Strom und seine Entstehung etwasgenauer. Das Wort Strom erinnert an etwas Fliessendes, soan einen Wasserstrom. Tatsächlich können wir den elektri-schen Strom nicht zutreffender vergleichen.
2. Fast alle grossem Dörfer und Städte haben Wasser-versorgungen. An einem hochgelegenen Ort wird das Wasserin einem grossen Behälter, dem Reservoir, gesammelt. Vonhier aus führen weite Röhren zur Stadt hinab. Unzähligekleinere Röhren sind an die Hauptleitung angeschlossen.Diese endlich verzweigen sich wieder und führen in die Kü-chen und Waschlokale eines jeden Hauses; der Wasserhahnwird gedreht, und Trink- oder Hausbrauchwasser steht inbequemster Weise zur Verfügung.
Aus Erfahrung wissen wir, dass der Wasserstrom um sostärker, rascher fliesst, je höher das Reservoir über dem Ab-flussort steht. Stellt sich diesem Wasser ein Hindernis ent-gegen, wird es im Fliessen gehemmt, so ist der Druck aufdie Röhren Wandungen grösser. Dieser Druck des Wassers