viel vorteilhafter, weil sie nur etwa einen Drittel des Stromesbei gleicher Kerzenstärke beanspruchen. Sie sind aber etwasempfindlicher gegen Erschütterung als die alten Kohlenfaden-lampen. Hergestellt werden sie in beliebigen Kerzenstärkenbis zu 3000 Kerzen. Besonders vorteilhaft sind sie von etwa50 Kerzen an, da ihr“ Stromverbrauch alsdann für jede Kerzenur etwa 0,55 Watt beträgt; sie heissen daher auch Halb-watt-Lampen.
Nun ist noch die Frage zu beantworten: Wird der Stromdurch diese dünnen Olühstrecken hindurchgehen? Ja, ermuss, denn wir geben dem Strom die genügende Stosskraftoder Spannung. Glühlampen brauchen also Ströme von ziem-lich hoher Spannung, doch geht man nie über 260 Volt. Wasdiese Namen bedeuten, erklärt uns ein folgender Abschnitt.
Als Stromerzeuger für die Glühlichtbeleuchtungdienen grosse Maschinen, die von Wasser-Turbinen oderDampf getrieben werden; sie heissen Dynamoma-schinen.
3. Der Fernspredier oder das Telephon.
1. Nach telegraphischer Meldung ist unser Bruder inZürich ernstlich erkrankt. Der Vater ist mit dem Schnellzugdorthin verreist. Er will uns nach seinem Krankenbesuche so-fort telephonisch genauen Bericht geben. An derWand unseres Bureaus, das neben der Wohnstube ist, hängtein kleines Kästchen mit einem Schalltrichter und zwei Hör-rohren. -Plötzlich klingelt es schrill. Die Mutter eilt ans
Telephon, nimmt das Hörrohr links aus der Gabel und
hält es leicht ans Ohr.-Gott sei Dank! — Doch, keine
Lebensgefahr! Die kleine Emma, die neben der Mutter steht,atmet auf. Da hält ihr die Mutter das andere Hörrohr ansOhr — klar und deutlich hört Emma des Vaters Stimme,
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