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Fünftes Schulbuch für die Primarschulen des Kantons Schwyz / im Auftr. des Erziehungsrates redigiert
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317
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Sie bildeten darum Freischaren und zogen gegen Lnzern. Ander Emmenbrücke kam es zu einem kurzen Gefechte. Die Frei-schnren mußten sich vor den Truppen der Regierung zurückziehen.Dos war der erste Freischarenzug (1844).

Im folgenden Jahre wagten die Liberalen einen zweiten Frci-scharcnzng. Ulrich Ochsenbein von Bern zog mit 4000 Alaunund 10 Geschützen gegen die Stadt Lnzern. Bei der Emmen-brücke und bei Malters setzte es heftige Kämpfe ab. An beidenOrten wurde mit großer Bitterkeit gefochten. Aber auch diesmalhatten die Freischaren kein Glück; sie wurden von General Sonnen-berg besiegt und in die Flucht gejagt (1845).

57. Der Sondervimdsl'rrikg.

Die katholischen Kantone befürchteten fernere Feindseligkeiten;darum schlössen sie zu ihrem Schutz einen besondern Bund. Erwurde der Sondcrbund genannt. An demselben gehörten Lnzern,die Urkantone, Zug, Freibnrg und Wallis. Die Tagsatzung forderte! die Aushebung des Sund erbn »des und zugleich die Ausweisungder Jesuiten. Die konservativen Kantone verweigerten beides, undes kam deshalb znm Kriege, Svnderbundskricg genannt.

Das eidgenössische Heer war 95 000 Alaun stark und stand unterdem Oberbefehle des Generals so nr (Düfur) von Gens. DieSon-dcrbundstruppen zählten nur 80 000 Alaun und standen unterGeneral Salis aus Graubünden. Düfvnr umzingelte nun denKanton Freibnrg und schloß die Stadt von drei Seiten ein. Nachkurzem Kampfe sah sich die Regierung genötigt, die Stadt an dieEidgenossen zu übergeben und vorn Svnderbundc zurückzutreten>14. Wintermouat 1847).

Dann rückte ein starkes eidgenössisches-Heer mit vielem Geschützegegen die Stadt Lnzern heran. Die Mannschaft der Waldstättestellte sich ihm bei Gislikon entgegen. Auf beiden Seiten wurdemit Erbitterung gestritten; allein die Sondcrbuudstrnppcn warenan Zahl zu schwach und mußten nachgeben. Das eidgenössischeHeer rückte sodann am 24. Wintermouat 1847 in Lnzern ein. Ander Schindellegi schlug sich noch eitle Abteilung Schwhzer mitgroßer Tapferkeit. Doch sie mußten den Kamps aufgeben, weilein längerer Söibcrftanb nutzlos gewesen wäre. Die Regierungunterhandelte mit den Eidgenossen, und diese zogen in Schwhz ein.Zu gleicher Zeit unterwarfen sich auch Nnterwalden, Uri undWallis. Der Sonderbuud war aufgelöst<27.Wintermouat 1847).