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Fünftes Schulbuch für die Primarschulen des Kantons Schwyz / im Auftr. des Erziehungsrates redigiert
Entstehung
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316
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eine neue Verfassung mit gleichen Rechten für alle Bürger. Darumschlössen die konservativen Kantone Schwyz, llri, Unterwaldcn, Wnllisund Neuenburg in Sarnen einen Bund zur Beibehaltung deralten Verfassungen. Das war der Snrnerbnnd (1833).

Allein die Tagsatzung bot eidgenössische Truppen auf. Schwyzwurde beseht und mußte eine Verfassung annehmen, durch welcheallen Bezirken gleiche Rechte zuerkannt wurden. Baselland wurdeein selbständiger Ort der Eidgenvsscufchaft.

55. Die Akösteraufl)evmlg im Aargau.

Im Aargau hatte bisher zwischen Katholiken und ReformiertenRechtsgleichheit bestanden. Beide wählten gleich viele Mitgliederin den Großen Rat und in die übrigen Behörden. Weil aber dieReformierten in der Mehrzahl waren, so verlangten und erhieltensie eine neue Verfassung. In derselben war jene Rechtsgleichheitaufgehoben; die Behörden sollten inskünftig ohne Unterschied derReligion nach Stimmenmehrheit aller Bürger gewählt werden.Das katholische Volk in den freien Ämtern verwarf die Verfassung.Da befahl die Regierung, seine Führer gefangen zu nehmen. Esgeschah; allein alsbald wurden sie vom Volke mit Gewalt befreit.Nun rückten die Truppen der Regierung in die freien Ämter ein,trieben die bewaffneten Scharen auseinander und zwangen das Volkzur Annahme der neuen Verfassung.

Weil den Ordcnsgeistlichcn ungerechterweise der Vorwarf ge-macht wurde, sie hätten das Volk zum Widerstände aufgemuntert,so traf sie ein furchtbarer Schlag. Der Große Rat beschloß aufden Antrag des Seminardirektors Angnstin Keller hin, alleKlöster im Aargan aufzuheben und ihr Vermögen als Staats-gut einzuziehen. Mitten im Winter mußten die Ordensleute ihreKlöster verlassen (18-11).

56. Die Kreischarenzüge.

Das konservative Lnzernervolk stürzte die liberale Regierungund nahm eine neue Verfassung an, welche seinem religiösen Sinnemehr entsprach. Ratsherr Joseph Leu von Ebcrsvl, ein einfacherBauer, aber echt religiös und ein Mann mit klarem Verstände,wehrte sich besonders für die Sache des katholisch gesinnten Volkes.

Die neue Regierung beschloß, die Jesuiten an die Schulenvon Luzern zu berufen. Das wollten die Liberalen nicht dulden.