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Lesebuch für das fünfte Schuljahr der Primarschulen des Kantons St. Gallen / nach Vorl. der kantonalen Lehrmittelkommission hrsg. vom Erziehungsrate
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Den ersten schluckte die schwarze See;seinen Pater schon mußte sie haben,den andern haben in Schönens Schneeeure schwedischen Feinde begraben.

Und laßt ihr mir den letzten nicht,und hat er sich vergangen,laßt meines Alters Trost und Lichtnicht schmählich am Galgen hangen!

Die Sonne hell im Mittag stand;der Graf saß hoch zu Pferde.

Das jammernde Weib hielt sein Gewandund schrie vor ihm auf der Erde.

Da rief er: Gut, eh die Sonne geht,kannst du drei Acker mir schneiden,drei Acker Gerste, dein Sohn besteht;den Tod soll er nicht leiden.

So trieb er Spott, hart gelaunt,und ist seines Weges geritten.

Am Abend aber der Strenge staunt,drei Acker waren geschnitten.

Was stolz im Halm stand über Tag,sank hin, er mußt es schon glauben.

Und dort, was wars, was am Feldrand lag?Sein Schimmel stieg mit Schnauben.

Drei Acker Gerste ums Abendrotlagen in breiten Schwaden,daneben die Mutter, und die war tot.

So kam der Knecht zu Gnaden.