Spracfyfrtnbe.
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Viele Mundarten, aber nur eine Schriftsprache.
Jede Talschaft im St. Gallerland hat ihre besondere Mundart(Sprachart) und neckt damit die Nachbarn,a) Im Fürstenland.
In Wil und Umgebung rufen sich die Kinder zu: Staa,Baa, Laatera Und taagi Bera! Steh Bei, Leitere und teigiBere! Stä, Bä, Lätere ond tägi Berä! — Welches ist dieMundart der Wiler? der Toggenburger?' der Thurgauer?Wer spottet über die aa? ei? ä?
In und um St. Gallen:
De Schaatli i der Blaachi het gsaat, i soll dIaane vollSaapfe dLaatere uf schlaapfe.
Dr Scheitli i dr Bleichi het gseit, i soll dIeine voll ScipfedLeitere ufe schleipfe.
t>) Im Rheintal. Um Altstäiten und Balgach herum:
Buab, machs Fäaschtar zua, dr Näabil kunt in dRäaba.c) Im Werdenberg. Zwischen Buchs und Wartau:
Es springt a Muus dur d Studen us.
Es springt e Muis dur d Studen uis.cl) Im Oberland. Zwischen Ragaz, Vättis und Vilters:
Zue groußa Mona bruchts groußi Housa.
An olta, graußa Mo isch amol mit era longa, longaLotta dSour (Saar) ohi gwotta.e) Im Linthgebiet. Zwischen Uznach und der March:
Wie wit abe schneits? Nu bis i dMarch abe, det uneschniits!
i) Im Toggenburg. Zwischen Ebnat, Neßlau und Wildhaus:Wäescht wie wit de Himel blou ischt? Bis uf Neßläou,dci ischt er blob! aber zStäei ischt er bläou!
8) Zwischen Lütisburg und dem Hörnli:
Wäscht, wie wit de Nebl goht? Bis is Züribiet abe,bei hets Nääbl.