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Lesebuch für das fünfte Schuljahr der Primarschulen des Kantons St. Gallen / nach Vorl. der kantonalen Lehrmittelkommission hrsg. vom Erziehungsrate
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früheren Steinachschlucht und jetzigen Moosbrückstrasseentlang, bildet die Stadtmauer zugleich die Klostermauer.Vorn Müllertor, der Gallusstrasse nach bis zur St. Laurenzen-kirche (13) und von dort der Gassehinter Mauern fol-gend, hatte das Kloster eine eigene Mauer. Diese hattebei der St. Laurenzenkirche ein Tor gegen die Stadt hin,während das schöne Karlstor (14) dem Kloster einendirekten Aus- und Eingang nach dem Lande ermöglichte.Dieses Karlstor, früher auch das Abtstor genannt, ein StückMauer daneben und der massige runde Turm links davonsind die einzigen noch erhalten gebliebenen Reste der altenBefestigung der Stadt und des Klosters. Über die kleinenHäuschenhinter Mauern aber ragt noch ein Stück derKlostermauer gegen die Stadt hin.

Innert den Klostermauern suchen wir auf unsermBilde umsonst nach etwas Bekanntem. Kein einziges derdort eingezeichneten Gebäude ist jetzt noch vorhanden.Sie sind nach und nach abgerissen worden. An ihre Stellewurden im 17.'und 18. Jahrhundert die jetzigen schönen,mächtigen Klostergebäude erbaut. Man sieht auf dem Bildenur noch, dass die Münsterkirche (12) ein unregelmässiges,aus vielen Stücken zusammengeflicktes Bauwerk war mitrundem Tor und stumpfem Turm.

Wenn wir uns dagegen in der Stadt ein wenig um-sehen, so können wir uns trotz mancher Änderungenrecht gut zurecht finden. Die Gassen sind die gleichengeblieben bis heute. Oben im Loch verschliesst nochder gewaltige grüne Turm (1) den Ausgang der jetzigenGallusstrasse. Auf dem Gallusplatz steht schon die schöneLinde (15), die uns jetzt noch erfreut, und auch das Hauszur Linde (16) erkennen wir, wie weiter unten die jetzigeBuchhandlung der Herren Köppel (17) mit ihren Eck-türmchen und das stolze Stadthaus (18), damals dasgrosse Haus genannt. Der Weiher bei der Linde, diesogenannte Wetti, ist aber ausgefüllt, ebenso wie die von