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warfen sie ihm in den Rachen — ivupp war sie verschlungen, undder Unersättliche starb nach einem kurzen Todeskampf.
Der Drache ist noch vorhanden; aber er ist zu Stein ge-worden. Seinen Kopf und seinen schaurige,: Rachen sieht manaus der Oberricter Blattenwand hervorgucken; die Schwanzspitzeaber reicht bis zum Hirschensprung hinüber.
Alter Hausspruch im Städtchen Werdenberg.
Ditz hus ist nun und doch nit min,wer vorher da, s was auch nit sin;wer nach mir kunt, muoß auch hinuß.
Sag, lieber Freund, wem ist diß huS?
Wie man den wilden Simmibach eindämmte.
Früher schlangelte sich die Simmi zwei Meter über der Um-gebung zwischen hohen Dämmen durch die Ebene. Wenn dann imFrühling der Schnee schmolz oder wenn über den Bergen Gewittertobten oder tagclange Regen fielen, schwoll die Simmi rasch an.Da und dort rutschten Erdmassen in die Tiefe. In schmutzigen
Strudeln wälzte sich dann die Simmidaher und führte Steine und entwur-zelte Bäume mit. Dann war der Bachder Schrecken für alle, die an seinenUfern wohnten. Oft zerrissen die Wo-gen einen Teil des Dammes. Furcht-bar wütete die Simnn in den Jahren1877 und 1901. Sie stürzte brüllendins Land hinaus. Ganze Tannen mitKronen und Wurzeln schwammen aufihrem grauen Rücken . daher. Dasschmutzige Wasser wälzte sich durchdie Häuser und über die Wiesen.Sturniglocken heulten in finsterer Nachtund mahnten die Männer znr raschenHülfe. Die Bewohner in den umlie-Hkimetli am Grabserberg. gx„dcn Hänscrn mußten sich flüchten.