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väter vor fünfzig Jahren erschreckt die Köpfe geschüttelt ha-ben. Schon der erste Eisenbahnzug war vielen schier wie einWerk des Teufels erschienen, das nur Unheil brächte. Wiehatten sie erst verstehen sollen, daß der tosende Fluß denEnkeln und Urenkeln einst gehorsam ihre Häuser und Werk-stätten beleuchten, ja gar ihre Arbeitsmaschinen treibenmüßte?
Die Riesenkraft, die in den Bergflüssen schläft, wird unsmit der Zeit noch die Eisenbahn treiben müssen. Könnte sieuns nur heute schon die teure Kohle ersparen!
Bom Kohlenlager bei Mörschwil. n. O. Lippuner.
Die schönen Mesenhügel unterhalb Mörschwil bergenein Kohlenlager, sagt der Volksmund. Das weiß fast jederBub im Dorf, und mancher denkt in der bösen Zeit, da dieKohlen immer teurer werden: Könnt ich den Berg öffnen,daß er die schwarzen Steinschätze herausgäbe. Dann müßtendie Fabriken von Eoldach, Rorschach und Arbon nicht mitschwerem Geld ihre Kohle aus dem Ausland her kaufen, undMörschwiler und Tübacher Männer könnten wieder Berg-männer werden, wie vor einem Menschenalter. Da fuhren sietäglich hinein in das offene Bergwerk im Bühl.
Umsonst sucht man heute nach dem Eingang. Die Schächtesind zerfallen, die Bergmünner fast alle gestorben. Nur dieältesten Dorfleute erzählen noch davon und wissen die Stelle,wo die Rollwagen hineinfuhren in den Berg. Wer denSchacht finden will, folge dem murmelnden Schwärzebach insein Tobel. Schon sein schwarzes Wasser verrät die geheimeSpur. Im Steilhang des Tobels gucken die schwarzen Schich-ten ans Tageslicht. Da wird man wieder graben müssen,wenn man zu dem verborgenen Braunkohlenlager gelangenwill.
Wie kams denn nur, daß man den Zugang zerfallen, dieSchächte einstürzen ließ? Waren die Kohlenschichten aus-gebeutet, oder war das Bergmannsleben zu beschwerlich odergar gefährlich? Der alte Hanimann in Horchental erzählteoft und gerne, was er als junger Bergmann für ein Tag-werk hatte: