Die Schweizer des! Herrn von Treliiomllc.
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Und als geendet die Weiberschlacht,
Der göttlichen Hilfe ward fromm gedacht.Doch auf den Dank folgt Trauer und Klag'Nm all die Erschlagenen an diesem Tag.Um ihren Siegfried weint Greda laut,Die kampferprobte, verlassene Braut.Wohl bot sie ihm noch Umarmung und Kuß,Ein weher Blick war sein Scheidegrnh.Man gräbt in der Matte ei» weites GrabUnd bettet die Toten alle hinab.
Noch heut wird ein Platz auf dem Langer-mattgrnnd
„Bei den Toten" genannt von des VolkesMund.
Und die Hirten erzählen die seltsame Mahr',Als würd' jenen Toten der Schlaf garschwer.
Als stünden sie auf in der SommernachtUnd kämen znr Lenk, wo das Kirchleinwacht,
Zu sehen in ihrem gespenstischen TnnDen Ort, wo die Männer und Liebstenruhn.
Doch, kräht der Hahn, über Blumenund Halm
Kehren sie wieder zur hohen Alm.
Alan sieht's am Morgen den Matten an,Wo die Geister gewandelt die nächtlicheBahn;
Denn — wo sie die langen Gewändegeschleift,
Da sei der Tau vom Grase gestreift.
Ein Brauch ist geblieben feit jener ZeitZu Ehren der Franen im Heldenstreit.Allsonntag, wenn unter OrgelgebrausDie Lenker verlassen ihr Gotteshaus,
Den Vortritt gönnt der Mann nach GebührDen holden Frau'n bei der Kirchcntür. —So meldet's die Sage, die noch zurStund'
Am Laubhorn webt überm Lenkergrnnd.Sie säuselt im JffigenwasserfallUnd braust in der Simme Sturz und Hall;Sie nistet hoch ob der GemsenkluftUnd schwebt überm Firn, wo der Geierruft.
Nicht Mannesmnt und -Meisterschaft,
Sie preiset der Franen Heldenkraft.
Die Mädchen erzählen sich nimmer sattVon der Weiberschlacht auf der Langer-matt.
82. Die Schweizer des Herrn von Tremouille.
Von Konrad Ferdinand Meyer.
1. Herr Karl war verdrossen,
Sein Pulver verschossen:
„O Gunst der Bellona, du wandelndes Glück!
Umstarrt allerendenBon Felsen und Wänden,
Lass' ich meine herrlichen Büchsen zurück'?"
2. Da kam aus der PouilleHerr Ludwig Tremouille
Und sprach: „Ich bezwinge die schwindelnde Bahn!
Nicht Rosse, nicht FarcenBor Büchsen und Karren!
Ich spanne mich selbst und die Schweizer daran.
3. Die kennen die Berge!
Das sind keine Zwerge,