I.
Das Altertum.
Von den ältesten Zeiten bis zum Untergangdes weströmischen Reiches (476 n. Chr.).
Erster Abschnitt.
Die asiatischen Kulturvölker.
Asien ist die Wiege des Menschengeschlechts. Die Inderund Chinesen in Ost- oder Hinterasien, die B a b y l o n i e r,
Assyrer, Meder, Perser, Jsraeliten und Phönizier *“J‘
in West- oder Vorderasien gehören zu den ältesten Völkern Altertum»,mit geordneten staatlichen Einrichtungen.
8 1. Ale Irrdrr.
Indien heißt das fruchtbare, gesegnete Land im Südendes Himalaja, das die Ebenen des Indus und Ganges unddie vorder- und hinterindische Halbinsel umfaßt. Hier, nament-lich an den genannten mächtigen Strömen, ist seit alter Zeitder Wohnsitz der Inder oder Hindu, eines Volkes, dessenSchrift- und Baudenkmäler von sehr früher Bildung zeugen.
Ihre heiligen Schriften, die Veda und das Gesetzbuch desManu, gehören zu den ältesten Büchern, die man kennt; Z^«audknk°sie sind in der schönen, jetzt nur noch beim Gottesdienstegebräuchlichen Sanskritsprache geschrieben. Aus einer etwasspätern Zeit stammen die Pagoden, reichgeschmückte Tempelin Pyramidenform, und die merkwürdigen, in Granit gehauenenFelsentempel.
Der unsichtbare Gott, von dem es kein Bild gibt, hießbei den Indern Brahma; sie verehrten ihn aber in drei