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Welt- und Schweizergeschichte im Zusammenhang : Lehrbuch für schweiz. Sekundar-, Real- und Bezirksschulen : mit einer Zeittafel und acht historischen Karten / Schelling ; neu bearb. v. Johannes Dierauer
Entstehung
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Vierter Abschnitt.

Die Höhezeit der alten Eidgenossenschaftund der Äbergang zur Neuzeit

(15. Jahrhundert).

§41. Volksbünde in der Ostschweiz.

Die erfolgreichen Freiheitsbestrebungen der Eidge-nossen weckten auch bei ihren Nachbarn den Sinn fürUnabhängigkeit. Bald entstanden in der östlichen Schweizneue Volksbünde.

Voran ging Rätien oder Graubünden, das seitalter Zeit teils von dem Bischof von Chur und dem KlosterDisentis, teils von Adeligen, z. B. den Grafen von Werden-berg und Sargans, den Freiherren von Sax, Räzüns undandern beherrscht wurde. Hier taten sich die einzelnenTalschaften, teilweise unter der Mitwirkung ihrer Herren,zu drei Bünden zusammen, dem Gotteshausbund, demobern oder grauen Bund und dem Zehngerichtenbund.Der Gotteshausbund umfasste die bischöflichen GebieteChur, Domleschg, Schams, Bergell und Engadin. Er bil-dete sich von 1367 an, ohne dass der Bischof Wider-spruch dagegen erhob. Der obere oder graue Bundbildete sich im Disentisergebiete, dem Vorderrheintale undseinen Seitentälern. Er erhielt seine völlige Ausgestaltung1424 durch den Bundesschwur unter dem Ahorn-

Die rätisohenBtlude.