Zweiter Abschnitt. Die afrikanischen Kulturvölker.
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Reu § 7. Die Karthager.
his Karthago im nördlichen Afrika, gegenüber Sizilien,
gte, war, wie schon erwähnt, eine Pflanzstadt der Phönizier. Die
ren. Entstehung der Stadt (im 9. Jahrhundert v. Chr.) wird also
mch erzählt: Dido oder Elissa, die Schwester des geizigen ^Gründung'
oor. Königs Pygmalion von Tyrus, entfloh mit ihrem Anhang ■ #art & a 8 <1 *-
wen aus der Vaterstadt, weil Pygmalion aus Habgier ihren reichen
Jute Gemahl Sichäus ermordet hatte. An der für den Seehandel
rien günstigen Küste des heutigen Tunis landend, wünschte sie hier
Tod eine Stadt zu gründen und erbat sich von den Einwohnern
den. nur so viel Land, als sie mit einer Ochsenhaut umspannen
licht könne. Dies ivurde ihr ohne Schwierigkeit gewährt. Da zer-
sen- schnitt die listige Frau die Ochsenhaut in feine Riemen und
zu, umspannte auf diese Weise ein beträchtliches Stück Land.haft Daß die handelskundigen Phönizier ihre Baustelle gut
>rer, gewählt hatten, bewies der Aufschwung, den die Stadt nahm.
der Sie wurde im Laufe einiger Jahrhunderte die erste Handels-
ge- stadt der Welt und sammelte sich große Schätze. Ihre Schiffe
rum segelten durch die Säulen des Herkules bis zu den kanarischen
rbe- Inseln und nach England. Ihre Karawanen zogen durch die
ten- Wüste und brachten aus dem Innern Afrikas Elephanten, die
rgen zum Kriegsdienste abgerichtet wurden, Gold, Elfenbein und
pten schwarze Sklaven. Aber das Streben der Stadt war ein-
seitig nur auf Reichtum und Macht gerichtet. Sie unterwarfigen beträchtliche Teile der afrikanischen Nordküste ihrer Herrschaft
um und suchte auch die Inseln Sizilien, Sardinien und Korsika,
über sowie die Halbinsel Spanien unter ihre Botmäßigkeit zu
letzte bringen. Bei solchem Umsichgreifen verwickelte sie sich in große
ohne Kriege mit dem gleichzeitig aufstrebenden Rom. In diesen
laze- Kämpfen fand sie, wie wir in der römischen Geschichte sehen
ders werden, ihren Untergang,landreich
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