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Welt- und Schweizergeschichte im Zusammenhang : Lehrbuch für schweiz. Sekundar-, Real- und Bezirksschulen : mit einer Zeittafel und acht historischen Karten / Schelling ; neu bearb. v. Johannes Dierauer
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189
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Erster Abschnitt Das sechzehnte Jahrhundert.

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Schweiz, immer noch fort. Ja, einzelne Staatsmänner, wieMelchior Lussi in Unterwaiden, und mehrere Schult-heissen von Luzern, bereicherten sich durch ihre Verbin-dungen mit fremden Fürsten in ähnlicherWeise wie einstWaldmann; der Schultheiss Ludwig Pfyffer wurde imAuslande nur der Schweizerkönig genannt. Dagegen fandin Zürich, Bern, Basel, Genf und St. Gallen nach der Re-formation die Industrie mannigfache Pflege. Sie wurdedurch unternehmende italienische und französische Flücht-linge (»Refugianten«) gefördert, die den wirtschaftlichenFortschritt ihrer Heimat nach der Schweiz verpflanzten.In Zürich und in Basel bürgerte sich durch die eingewan-derten Locarner die Seidenindustrie bleibend bis aufunsere Zeit ein. In Genf kam gegen das Ende des sechzehntenJahrhunderts die Uhrenindustrie in Gang. In St.Gallenund Appenzell gelangten die Leinwandindustrie undder Leinwandhandel zu grosser Blüte; später im acht-zehnten Jahrhundert, fasste daneben die Baumwoll- undMousseline-Fabrikation Fuss. Auch in der Kunst der Glas-malerei zeichneten sich vor und nach der Reformationeinzelne Schweizer aus, so dass ihre farbenprächtigenScheiben als Schmuck der Kirchen, der Rathäuser und derWohnräume im In- und Auslande hoch geschätzt wurden.Der durch diese friedliche Tätigkeit geförderte Wohlstandzeigte sich in der Bauart der Häuser, die mit Malereien,kunstreichen Erkern und Öfen geziert wurden, sowie imkostbaren, künstlerisch geformten Hausgerät, in gesticktenDecken und goldenen Ketten, womit bei festlichen Anlässenselbst Leute des Mittelstandes glänzen konnten.

Dieser friedlichen Entwicklung erfreute sich die Schweizauch noch im siebenzehnten Jahrhundert, als das benach-barte deutsche Reich von furchtbaren Kriegen heimgesuchtwurde.

Du-

Seiden- undLeinwand-industrie.

"Die

Glasmalerei.

Der vermehrteWohlstand.