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Allgemeine Geschichte für Sekundar-, Real- und Mittelschulen / von Wilhelm Oechsli
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wand. Lindere die Leiden des Volkes und tue, was ich un-glücklicherweise nicht seihst habe tun können!“

§ 17. Die englische Revolution.

1. Karl I. als Despot (1G25—40). — Im Laufe des17. Jahrhunderts warfen sich nach dem Vorbild der franzö-sischen Könige fast alle Fürsten Europas zu absoluten Mon-archen auf. Nur in einem größern Reiche gelangten sienicht ans Ziel, in England. Die Könige aus dem HauseStuart, das mit dem Tod Elisabeths auf den englischen KM«Thron gekommen war, ließen es zwar am guten Willen dazunicht fehlen. Auch sie betrachteten sich als unumschränkt^Herrscher von Gottes Gnaden und suchten die Rechte derNation mit Füßen zu treten; aber sie stießen auf ent-schlossenen Widerstand. Seit Jahrhunderten gab es in Eng-land neben dem König eine Reichsversammlung, das so-genannte Parlament, das aus zwei Versammlungen oder„Häusern“ bestand. Die Bischöfe und der Adel bildetendas „Oberhaus“, die Vertreter der Städte und Bezirke das„Unterhaus“. Schon im Mittelalter war es in England all-gemeiner Grundsatz geworden, daß der König ohne Zustim-mung des Parlamentes keine Steuern erheben und keine Ge-setze erlassen oder abändern dürfe. Und wenn es auchZeiten gegeben hatte, wo das Parlament vor den Königen imStaube kroch und zu allem, was sie wollten, - Ja und Amensagte, unter den Stuarts erwies es sich als das feste Boll-werk der englischen Freiheit. Deren gefährlichster Feindwar König Karl I., der Sohn und Nachfolger Jakobs I.

Von seiner Thronbesteigung an lebte er in beständigem 1625Hader mit dem Parlamente, das sich seinen despotischenGelüsten widersetzte. „Wir sind die letzte Monarchie.“rief ein Redner in der Versammlung aus, „die noch ihreFreiheiten besitzt. Laßt sie nicht untergehen!“ In vierJahren ließ Karl I. das Parlament dreimal neu wählen undsuchte es einzuschüchtern, indem er wider Gesetz und Recht